Vier Tage im Paradies

Mai 3rd, 2012 by Achim

Ich weiß gar nicht, mit welchen Worten ich meinen Artikel beginnen soll.
Von Samstag an war ich mit zwei Freunden bis heute (Dienstag) an einem Fleckchen Erde, dass mich magisch anzieht. Zum zweiten Mal nach Ostern 2011 habe ich nun an diesem unglaublichen Spot fischen dürfen.

Samstag Mittag haben wir uns auf den Weg ins Südbayerische gemacht um vier Tage am Wasser zu verbringen und gezielt auf Karpfen zu angeln. Das traumhafte Wetter an diesem Wochenende entschädigt für das saukalte Osterwochenende am Kanal. Gegen 16:00 Uhr hatten wir unsere gesamte Ausrüstung zum Platz gebracht und aufgebaut. Danach brachten wir die Köder ins Wasser und haben unsere Plätze gefüttert.
Das Gewässer selbst stellt die ein oder andere Herausforderung dar, und ist praktisch nur im März oder April befischbar, denn danach wächst es vollständig zu. Sowohl im Wasser, als auch am Ufer. Wir haben zwei relativ gut zugängliche Stellen gefunden und dort das Camp aufgeschlagen. Max hatte die “gefährlichste” Stelle, da unmittelbar neben seiner Rute ein Baum umgestürzt war, der den halben Altarm überspannt hat. Die Pods von Patrick und mir standen unmittelbar nebeneinander.

Bereits an diesem Abend habe ich den Blick aus dem Zelt schweifen lassen, der Mond war enorm hell so dass ich praktisch keine Kopflampe gebraucht habe, und gedacht “ich will hier nie wieder weg”.
Die erste Nacht brachte allerdings keine Bisse, was an diesem Gewässer äußerst untypisch ist.
Beim Angeln bin ich Frühaufsteher und so war ich bereits um 06:00 Uhr am nächsten Morgen wach um meine Ruten neu zu beködern und auszubringen. Anschließend konnte ich einige wundervolle Fotos schießen, welche zum Teil auch in diesem Artikel vorkommen. Der Gedanke “ich will hier nie wieder weg” brannte sich tiefer und tiefer in meinen Kopf.

Der Sonntag begann mit einem ausgiebigen Frühschoppen, Fischaktivität hatten wir zu dem Zeitpunkt immer noch nicht. Das änderte sich allerdings schlagartig um halb sieben Abends, als Patrick gerade am Kochen war. Der Biss kam richtig heftig und verdient die Bezeichnung “Vollrun”. Als ich die Rute aufgenommen hatte, versuchte der Karpfen sofort in die Seerosen zu flüchten, was ich nur mit Mühe und Not sowie viel Gegendruck verhindern konnte. Einen harten Drill und drei Minuten später stand ich fluchend und verärgert neben meinem Rod Pod, denn nicht ein Mal mehr einen Meter vor dem Kescher habe ich den Fisch verloren. Gesehen haben wir nur einen kleinen Teil der Schwanzflosse, die hat allerdings deutlich gezeigt, dass es kein kleiner Fisch war.

Der Run motivierte uns allerdings bis in die Haarspitzen, denn jetzt waren die Fische auf den Futterplätzen angekommen. Alles neu macht der Angler und so haben wir bei Einbruch der Dämmerung noch ein Mal Futter verteilt und uns in die Zelte zurückgezogen. Max konnte kurz nach Einbruch der Dunkelheit eine große Brasse mit vollem Laichausschlag fangen. Bereits um elf lief meine Rute erneut ab, und ein seitlich gehakter, 9 Pfund schwerer Wildkarpfen war das Resultat. Angefühlt hatte sich der Fisch eher wie 20+. In dieser Nacht habe ich noch zwei weitere Karpfen wegen der Seerosen verloren.
Bei Patrick und Max gab es noch immer keinen Run.
In der früh wurde Patrick durch einzelne Piepser geweckt und konnte zusehen wie sein Swinger im Zeitlupentempo nach oben geklettert war. Anschlag, Fisch sitzt! Dass er da gerade einen 19 Pfund schweren Spiegler drillt, hatte ich erst nicht glauben können, da der Fisch praktisch keine Gegenwehr geliefert hatte. Max hat sich in der Zwischenzeit zum Haus- und Hoffotografen entwickelt.

  

  

Am Nachmittag legte mein Bissanzeiger erneut los. Die Erfahrungen der letzten Nacht hatten mich gelehrt, die Bremse zu schließen und stur gegenzuhalten wenn der Fisch abtauchen will. Der Erfolg gab mir Recht und ich hatte einen wunderschönen 14 Pfund schweren Spiegler gefangen. Am Abend hat Max dann die Taktik geändert, und die Ruten auf zwei verschiedenen Plätzen abgelegt um endlich den ersehnten Erfolg zu bekommen. Leider wurde er für seine Mühe nicht belohnt.
Der Blick den ich auch in dieser Nacht aus dem Zelt hatte brannte diesen einen Gedanken immer tiefer in meinen Kopf. Leider war der kommende Tag bereits der Tag der Abreise. Der Dienstagmorgen begann etwas stürmisch, so dass ich mich entschlossen hatte nicht aus dem Zelt zu gehen. Eine gute Entscheidung. Um 09:30 Uhr lief meine Rute zum letzten Mal ab, dieses Mal war es der Köder, den ich direkt im Seerosen-Feld ausgelegt hatte. Bis ich den Fisch da raus hatte, war mir nicht klar, ob er hängt oder nicht. Keine vier Minuten später lag ein schöner 16Pfünder in der Abhakmatte.

Jetzt sitze ich wieder vor meinem Notebook, schreibe diesen Artikel und wähle die Bilder aus. Und eigentlich will ich so schnell wie möglich wieder an dieses Gewässer. Max, Patrick: Das war ein klasse Wochenende!

Kalt, kälter Ostern!

April 16th, 2012 by Achim

Die Wettervorhersage für das Osterwochenende war eine mittlere Katastrophe. War der März noch ein Monat der uns mit Sonne verwöhnt hat, so macht der April derzeit wirklich was er will. Für Sonntag & Montag waren tatsächlich Schneefälle und Minusgrade vorhergesagt.

Freitag früh ging’s los! Von Nürnberg aus sind es ca. 70 Kilometer bis zum Angelplatz. Ca. 45 Minuten später waren wir vor Ort und die Schlepperei begann. Nachdem unser Camp eingerichtet war, konnten wir zum gemütlichen Teil der Karpfenangelei übergehen. Freitags saßen wir noch vor den Zelten, zusammen mit einem weiteren Kumpel von Max, der zumindest einen Tag mit uns gefischt hat, allerdings am Abend wieder zurück nach Hause musste. Für mich war das der Moment, in dem ich meine Ruten auf die “finalen Positionen” ausgebracht habe. Bisse hatten wir bis dahin noch nicht zu verzeichnen. Da wir nicht gewusst haben, wann das letzte Schiff kommt, haben wir uns nicht getraut vor Mitternacht die Augen zu schließen. Um punkt halb eins kommt dann der erste Biss. Ein recht cooles Panorama – Der Kanal, dazu im Hintergrund die Brücke und das alles im Mondschein, der so hell war, dass wir nicht Mal die Kopflampen gebraucht haben.
Keine zehn Minuten später lag das erste richtige Kampfschwein des Jahres vor uns im Kescher und wir konnten Max’ neue Abhakmatte direkt richtig einweihen. Ein 20 Pfund Schuppenkarpfen konnte meinem Bolie nicht widerstehen. Mit einem seeligen Grinsen habe ich die Montage wieder ausgebracht und mich schlafen gelegt. Der Rest der ersten Nacht ist ruhig geblieben.

Der Samstag morgen begann mit dem Fotoshooting und einer Tasse Kaffee direkt im Anschluss. Die Wassertemperatur im Kanal war rapide gesunken, so dass der Karpfen extrem kalt war und ich echt froh war, dass ich mir die Hände wärmen konnte.
Max und ich haben unsere Plätze neu gefüttert und anschließend die Taktik bzw. das weitere Vorgehen besprochen. Gegen Mittag meldete sich meine Sounderbox erneut so dass ich im Sprint aus dem Zelt beinahe meinen Silhouette in der Zelttür hinterlassen habe. Der Fisch hing Gott sei Dank sicher und einen tollen Drill später konnte ich einen 22 Pfünder auf die Matte legen, mein neuer PB.

Wir hatten zwar relativ wenig Schiffsverkehr, allerdings doch immer wieder starke Strömung die gerade das Angeln für Max nicht leicht gemacht hat, weil er seine Köder auf der anderen Kanalseite angeboten hatte und die Bissanzeiger im Minutentakt piepten – trotz “harter Einstellung”.

Am Samstag Abend hat es dann tatsächlich angefangen zu schneien und die Motivation sank mit jeder Flocke! So etwas will man an Ostern nicht mehr erleben, schon gar nicht wenn man einen Angelausflug über Nacht macht. Wieder mussten wir bis Mitternacht auf das letzte Schiff warten, ehe wir uns schlafen legen konnten. Dass ich zu diesem Zeitpunkt schon durch den Schnee in mein Zelt gestapft bin, habe ich erst am nächsten Morgen bemerkt. Der nächste Morgen begann um 05:30 als ich zufällig wach geworden bin, und meinen Bissanzeiger gehört habe. Die Sounderbox hatte aus Temperatur-Gründen die Arbeit verweigert. Nicht schön. Ich weiß jetzt, warum man für gute Funkbissanzeiger 400 Euro und mehr ausgibt.
Als ich aus dem Zelt gestürmt bin, war es als wäre ich gegen eine Wand gelaufen. Bevor Max den Kescher nur angefasst hatte, habe ich ihn gebeten meine Jacke aus dem Zelt zu holen. In der Zwischenzeit begann ein harter Kampf für mich, da mein Gegner sich mit dem 140 Gramm-Blei in der Steinpackung festgesetzt hatte. Ich konnte den Fisch nur meterweise näher ans Ufer holen, in dem ich die Bremse festgehalten habe und drei-schrittweise rückwärts gelaufen bin. Im Nachhinein ein Fehler – denn es kam wie es kommen musste, die Schnur gab nach und ich habe einen schönen Fisch verloren.

Gegen Sonntag Früh hatten wir dann eine Pechsträhne und massenhaft Montagen verloren. Ich habe innerhalb einer Stunde drei Mal neue Vorfächer binden müssen und Bleie “verschwenden”. Bei Max sah’s nicht anders aus. Sonntag Mittag war die Motivation dann schon relativ weit gefallen, so dass wir uns entschieden haben abzubauen. Trotz der Schwierigkeiten und des miesen Wetters haben die beiden Fische den Ausflug für mich zu einem gelungenen Wochenende gemacht.

Lead Clips: Was ist das und warum gibt es Sie?

März 29th, 2012 by Achim

Bis vor einiger Zeit, habe ich mir immer wieder die Frage gestellt, warum man eigentlich mit Lead Clips (dt. Blei Clips) fischt, was das ist, und welche Unterschiede es gibt.
Der Reihe nach.

Was ist ein Lead Clip?
Ein Lead Clip ist ein kleines, aus drei Einzelteilen bestehendes System zum Karpfenangeln.
Teil 1 ist der Clip, Teil 2 ist der Tail Rubber, Teil 3 ist die Rig Tube. In den Clip wird das Blei eingehängt und mit dem Tail Rubber verschlossen.

Warum Lead Clips?
Stell dir vor, du hast einen Biss auf deiner Karpfenrute. Du merkst wie der Fisch in Richtung überhängende Bäume oder Seerosen flüchtet und kannst ihn nicht davon abhalten. Setzt sich das Blei dabei in einem Hindernis unter Wasser fest hast du praktisch keine Chance den Fisch noch zu landen. Bei Korda auf der Website, habe ich eine tolle Illustration dazu gefunden.
Wenn der Fisch in das Hindernis geschwommen ist und das Blei festhängt, gehen durch den Zug auf die Schnur der Tail Rubber und Clip auseinander. Der Fisch schwimmt nach vorn weiter das Blei bleibt an Ort und Stelle und flutscht aus dem Clip. Der Fisch ist frei.

Die Tube bzw. der Silikonschlauch verhindert dabei, dass sich das Rig (also das Vorfach + Haken) um die Hauptschnur wickelt. Der Schlauch hat allerdings noch eine weitaus wichtigere Funktion: Fische im Drill wickeln sich immer wieder um die Hauptschnur und können sich dabei Schuppen ausreißen. Mit dem Silikon um die Schnur, wird das verhindert.

Welche Unterschiede gibt es?
Die “Bauteile” für eine Lead Clip-Montage bekommst du von praktisch allen führenden Herstellern (Fox, Korda, MAD, usw.). Das System von Fox unterscheidet sich beispielsweise zu dem von MAD dadurch, dass bei Fox die Wirbel und die Clips durch einen kleinen Sicherungsstift miteinander verbunden werden. MAD und Korda wiederum verzichten auf diesen Sicherungsstift.
Der Sicherungsstift hat Vor- und Nachteile. Ein Vorteil ist, dass sich das Plastik des Clip unter Wasser ausdehnt und der Swivel (Wirbel zwischen Hauptschnur und Vorfach) nicht mehr richtig festsitzt. Der Sicherungsstift verhindert dann, dass man unfreiwillig ein “running rig”, also eine Freilaufmontage im Wasser hat, wenn man das nicht möchte. Ein Argument gegen den Sicherungsstift möchte ich allerdings auch liefern: Gehen wir davon aus, dass dir die Hauptschnur beim Werfen oder im Drill reißt (aus welchen Gründen auch immer). Der Karpfen hätte ohne den Stift ganz einfach die Möglichkeit, die Schnur durch die Tube zu ziehen und ohne Blei weiter zu schwimmen. Mit dem Sicherungsstift, zieht er erst Mal die gesamte Montage hinter sich her, bis der Clip aufgeht und zumindest das Blei weg ist – oder er alles loswird.

    

Beide Versionen haben Vor- und Nachteile. Welche du einsetzen möchtest hängt von dir ab. Einzig einen wichtigen Tipp kann ich dir geben. Kaufe Clips, Tailrubbers und die Tube nur vom gleichen Hersteller. Sonst kann es dir passieren, dass gerade Tube und Tail Rubber nicht ineinander passen.

Ich persönlich habe keinen klaren Favoriten. Ich habe sowohl das System von Fox, als auch das von MAD.

Erste Lang-Session im Jahr 2012

März 26th, 2012 by Max

Freitag, 12:00Uhr endlich Feierabend, jetzt konnte mich nichts mehr aufhalten rein ins Auto und ab nach Hause. Zuhause angekommen das gesamte Tackle im Auto verstaut und los an den ca 3,5ha Weiher. Die erste Wochenend-Session stand an.

Gegen 14.00 Uhr war ich dann am Parkplatz, wo Patrick schon auf mich wartet. Jetzt begann der schlimmste Teil der Session, dass schleppen an den Angelplatz. Nach dem die Zelte aufgebaut und die restlichen Dinge gut verstaut waren sprachen Patrick und ich kurz darüber wie wir unsere Ruten am Geschicktesten verteilen um zu sehen wo sich die Fische derzeit aufhalten. Patrick fischte im etwas seichteren Weiherabschnitt. Die eine Rute war ca. 1m vom Ufer entfernt mit einem Carptrack Liver Half`n  Half als Köder. Die zweite Rute lag mittig in der Flachwasserzone bestückt mit einem Strawberry Pop-Up von Gorilla Baits.

Meine Ruten lagen im etwas tieferen Wasser. Das Chod Rig mit einem Chili-Pineapple Pop-Up lag ziemlich Ufernah auf Höhe des Futterplatzes, der mit 14mm Boilies, 20mm Halibut Pellets, Mais und Nash Soluballs, welche sich vollständig auflösen und somit fressende Fische imitieren, präpariert wurde. Die zweite Rute lag im mittleren Seebereich auf der Höhe des Übergangs vom Flachen ins tiefere Wasser. An dieser Rute fische ich einen Snow-Man mit einem Carptrack Liver Boilie von Imperial Baits, kombiniert mit einem 15mm Source Pop-Up. Währendessen kam auch Christian und baute seinen Brolly und die Ruten auf. Christian fischte ebenfalls im tieferen Bereich des Sees rechts von mir. Er fischte Murmeln der Köderschmiede Black Label Baits.

Nach dem alle Ruten im Wasser waren wurde Zeit für das Abendessen, diesmal gab es Zwiebelschnitzel mit Nudeln. Nach diesem Gaumenschmaus waren wir gut gestärkt und  begann das warten auf den ersten Run.

Es war kurz nach sieben, als Christian seine Ruten ohne einen Run gehabt zu habe wieder einholte, da er noch in die Nachtschicht musste. Er kam erst wieder am nächsten Morgen direkt nach der Arbeit. Patrick und ich vertrieben uns die Zeit mit Tee kochen, denn es wurde dann doch ziemlich kalt.

Um 21.00 Uhr rief  Achim an und teilte überraschenderweise mit, dass er jetzt spontan noch raus ans Wasser kommt, um mit uns dort was Wochenende zu verbringen. Gesagt getan, 1,5 Stunden später traf Achim ein, baute auf und warf an beiden Ruten The Source von Dynamite Baits  in die Fluten. Eine auf dem Futterplatz, die andere als Bonus mit PVA in der Mitte.

Kurz vor 23:00 Uhr, als wir noch im Zelt saßen und plauderten, erklang der lang ersehnte Dauerton von Patricks Sounderbox. Die linke Rute, welche nah am Ufer lag, lief ab. Nach kurzem Drill konnte Patrick einen kleinen 4Pfd, Schuppi landen.

Die restliche Nacht verlief leider ohne weitere Aktionen, ich wachte erst wieder auf, als Achim Samstagmorgen um 7 seine Ruten neue ausbrachte und dabei nicht seine Bissanzeiger ausmachte. Demzufolge stürmten Patrick und ich wie von der Tarantel gestochen aus unseren Bivvies um feststellen zu müssen, dass Achim seeleruhig seine Fox Mk2 einstellte. Bei der Gelegenheit merkten wir auch gleich, dass sich Christian still und heimlich unter seinem Brolly schläft. Er schaffte es komischerweise nach der Arbeit seine Ruten auszubringen ohne alle in Panik zu versetzen. Naja gut was soll’s erstmal nen Kaffee und Pfannkuchen.

Der Vormittag verlief  relativ ruhig, bis auf das Patrick noch einen Satzkarpfen auf die Rute in Ufernähe fing. Da ich bisher keinen Run verbuchen konnte, änderte ich meine Taktik. Der Pop-Up am Chod Rig wurde durch einen in Carptrack Amino Gel Banane eingelegten pinken V-Pop ersetzt und etwas weiter draußen präsentiert. Die andere Rute wurde komplett erneuert, d.h. ein Solid Bag (PVA-Beutel) vom Korda, gefüllt mit 4mm Carp-Pellets und halbiere 14mm Boilies vom Bait Service Straubing. Als Hookbait diente ebenfalls der 14ner Boilie.  Die Taktik ging auf, am Nachmittag konnte ich zwei Satzkarpfen, allesamt Spiegler fangen. Achim wendete die allseits bekannte Großfisch-Taktik Dosenmais an ;-) . Dadurch konnte auch er im Laufe des Nachmittags ebenfalls zwei Spiegelkarpfen mit schönem Schuppenkleid überlisten.

Abends gab es dann Bratwurst mit Sauerkraut zur Stärkung, an der Stelle mal ein großes Lob an unsren Gaskocher-Beauftragten Patrick. Nach dem Essen besprachen wir die Taktik der letzten Nacht. Sie sah wie folgt aus, die Plätze wurden beibehalten, Patrick fischte weiterhin wie gehabt. Achim wechselte den Source mit einem Carptrack Liver Boilies aus, diesen feuerte er mit einem PVA-Mesh gefüllt mit halbierten Liver-Boilies und Soluballs in die Mitte des Weihers. Danach saßen wir im Zelt und ließen den letzten Abend mit ein paar Bierchen ausklingen.

Sonntagmorgen 09.00Uhr der Wecker klingelt, Fuck, schon wieder die Nacht durchgeschlafen ohne jegliche Aktion. Woran es lag? Keine Ahnung! Wir packten zusammen und fuhren gegen halb 1 nachhause, wo eine Dusche und gerilltes auf mich warteten.

Trotz alledem war es ein super geiles Wochenende mit Achim, Patrick und Kurzzeit-Fischer Christian, an dem viel gelacht wurde.

Am Ende meines ersten Berichtes möchte ich mich dir kurz vorstellen. Mein Name ist Max, ich bin 20 Jahre alt und kenne Achim aus dem Fischereiverein, bei dem ich seit 2008 Mitglied bin. Angler bin ich seit meinem 6. Lebensjahr erst auf Forellen, danach Weißfische und Karpfen. Speziell auf größere Karpfen angel ich erst seit 2 Jahren. Ab sofort werde ich hier ein paar Berichte schreiben. So viel zu meiner Person,ich hoffe der Bericht hat euch gefallen. Zum Abschluss noch einer  meiner Karpfen von diesem Wochenende

Gruß Max

Saisonstart 2012 – Geblankt aber gelacht

März 11th, 2012 by Achim

So, ich bin zurück vom ersten Ausflug dieses Jahr. Bei anfangs herrlichem Wetter haben zwei Kumpels und ich gestern früh den Versuch unternommen die ersten Karpfen des Jahres auf die Matte zu legen. Wie der Titel bereits verrät, hat das aber leider nicht ganz so geklappt wie gewünscht.

Unser erster Spot in diesem Jahr war ein kleiner Sportboothafen am Main-Donau-Kanal bei Erlangen. Max und Patrick haben gut ein bis zwei Kilo Partikel sowie kleine Boilies und Pellets zum Füttern mitgebracht. Durch die relativ starke Strömung vor und nach dem Schleusen ist diese Menge absolut von Nöten, da praktisch ein vollständiger Wasseraustausch mit jedem Mal stattfindet.

Als Montagen haben wir einheitlich Festbleimontagen mit ca. 140 Gramm Blei und Stiff Rigs gefischt. Hakenköder waren Pellets sowie 14mm Boilies.
Auch wenn wir gestern keinen Fischkontakt hatten, war’s dennoch ein sehr schönes Gefühl endlich wieder am Wasser zu sein. Besonders viel Spaß hatte ich beim Aufbau meiner neuen Ausrüstung, da ich über die Winterpause ein neues Rod Pod, Bissanzeiger und Swinger gekauft habe. Die Sachen das erste Mal aufzubauen und zu verwenden war einfach klasse. Außerdem haben wir eine Cricket-Variante für Angler erfunden, die mit den Futterschaufeln gespielt wird.

Nächste Woche geht’s direkt weiter. Am Samstag bin ich wieder am Kanal, am Sonntag gibt’s dann Weiherangeln.

Ködertest: D.A.M. Devilstick

Februar 25th, 2012 by Achim

Im Vergangenen Jahr bin ich in den Genuss gekommen, den Devilstick von der DAM zu fischen. Meine anfängliche Skepsis dem Köder gegenüber, hat sich ziemlich schnell in Begeisterung gewandelt. Beim Dropshotten habe ich meine Sternstunden stets erlebt, wenn ich mit Wurm gefischt habe. Im “Sommer” kam jedoch einer der Tage, an denen gar nichts mehr gelaufen ist und so habe ich alles an Ködern durchprobiert, was ich mit ans Wasser gebracht habe.
Nach vier erfolglosen Stunden ohne jeden Anfasser habe ich mich entschieden auf den Devilstick zu wechseln. Ich habe die Rute abgelegt und keine zwei Minuten später kam der erste Biss. Die Folge war ein schöner Barsch,  der die 30cm-Marke knapp verfehlt hat. Nachdem ich zwei weitere Barsche verhaften konnte, habe ich zeitgleich sowohl eine Rute mit Wurm und eine mit dem Devilstick ins Wasser gebracht. Zu meiner Überraschung kamen auch die nächsten beide Bisse auf die Rute mit dem Plastikköder. Ich will damit keineswegs sagen, dass der Stick mehr Fische bringt, als Wurm, aber ab diesem Moment hatte ich Vertrauen in den Köder – und du kennst das: Nur wenn du Vertrauen in deinen Köder hast, fängst du damit.

Einige Tage später bin ich klassisch jiggen gegangen. Ich wollte unbedingt wieder dem Devilstick angeln, allerdings waren die Fische zu zweit vom Ufer entfernt als dass DS noch DAM Devilstick nach 30 Minuten am Barschspotviel Spaß gebracht hätte. Kurzerhand hat mich ein guter Freund auf die Idee gebracht, den Köder wie einen normalen Gummifisch am Jighead zu montieren. Etwas skeptisch habe ich die ersten Würfe gemacht, die keinen Biss brachten. Ich habe bereits überlegt, ob es wieder Zeit wäre, den Köder zu wechseln, was ich jedoch nicht gemacht hatte. Eine gute Idee. Keine drei Minuten später ruckte es das erste Mal. Der Biss war so kräftig, dass mir die Schnur vom Finger gezogen hat. Anschlag – nichts. So ging das drei bis vier Mal, dann hing der erste. Die darauffolgende DAM Devilstick nach 30 Minuten am BarschspotStunde war mit eine der schönsten, die ich bislang am Wasser verbracht habe. Praktisch auf jeden Wurf habe ich Bisse bekommen und  viele Fische gefangen. Die Köderform selbst ist allerdings auch dafür verantwortlich, dass man das ein oder andere Mal ins Leere haut, da die Räuber nur in den Schwanz beißen. Was die Kameraden Barsche aus dem Köder gemacht haben, kannst du hier sehen. Der Köder auf dem Foto sah nach einer Stunde angeln so aus.


Die Köder kannst du in verschiedenen Färbungen und Größe kaufen. Ich habe bislang auf alle Varianten die ich gefischt habe Fische gefangen.

Goodbye 2011, Hello 2012!

Dezember 30th, 2011 by Achim

Hallo lieber Leser!

Ich weiß, ich habe wenig geschrieben in diesem Jahr. Ich weiß, ich wollte vieles schreiben! Es tut mir leid!
Wie war mein 2011? Es war eine super Saison! Es gibt wohl kein Jahr, in dem ich mehr Zeit am Wasser verbracht habe bzw. mehr Fische gefangen habe! Viele Tolle Fische gab es in der abgelaufenen Saison, deshalb möchte ich hier noch eine Auswahl an meiner Lieblingsfotos zeigen, die man so im Blog nicht gesehen hat. Ich konnte leider von vielen keine vorzeigbaren Fotos machen, weil ich allein unterwegs war.

Viele weitere tolle Fische konnte ich in diesem Jahr landen, darunter schöne Karpfen aus dem Kanal, mehrere 40cm+ Barsche sowie tolle Hechte. Die Vorbereitungen für das kommende Jahr habe ich bereits begonnen, so dass ich im neuen Jahr viele neue Ziele erreichen kann. Seit Oktober kannst du meinen Werdegang auch auf Facebook mitverfolgen und regelmäßig neue Fotos sehen!

Der gesamte Blog hat heute ein größeres Text-Update erhalten und ich habe die Rubrik “Gewässer” um den Rothsee erweitert.

Ich hoffe du hast ein ähnlich tolles neues Jahr hinter dir, und freust dich auf den kommenden Frühling. Die Tage werden schon wieder länger, in drei Monaten ist wieder März!

Barschige Zeiten

November 7th, 2011 by Achim

Zur Zeit läuft’s bei mir richtig rund was die Spinnfischerei auf Barsche angeht.
Ich verbringe so viel Zeit wie nie zuvor mit der Spinnrute am Wasser um alles was raubt auf die Schuppen zu legen – und aktuell klappt das saumäßig gut. Ich hab die richtigen Leute / Angelverrückten um mich rum mit denen man richtig gut Fischen und Spaß haben kann.

Was mir am allermeisten gefällt, ist dass ich mittlerweile einfach alle meine Raubfische auf Gummifisch am Jighead fange. Gerade die Angelei mit André hat meine gesamte Art auf Raubfische zu angeln verändert. Die Techniken habe ich mittlerweile für mich perfektioniert und so sitzt praktisch jeder Anhieb. Und was am schönsten ist – alle meine gefangenen Fische sind am Leben. Mir fallen zur Zeit keine großen Worte ein, deshalb lasse ich einfach die beiden tollen Barsche vom Wochenende sprechen.

Aber eine Sache will ich hier nicht unerwähnt lassen: Andrè Macher, Danke für die genialen Stunden und das unermüdliche Antreiben am Wasser!

Rekordverdächtig

Oktober 16th, 2011 by Achim

Tja, Leute. Mir fehlen immer noch die Worte . Es gibt Angeltage, die vergisst man nicht mehr – und ich hatte heute einen solchen.

Die Seenplatte ist in der Zwischenzeit mein zweites zuhause geworden, und so war ich auch heute wieder unterwegs.

Ich war ab ca. 11:00 Uhr am Wasser und habe dort die ersten Stellen ausprobiert.  Kurz darauf habe ich mit Andre telefoniert und einen Treffpunkt ausgemacht. Ich war vor ihm da, und habe nach ca. 20 – 30 Würfen den Köder gewechselt. Meinen weißen Kopyto habe ich zwei Mal aufsetzen lassen, als der erste Biss kam. Ich schlage an, nichts, der Köder sinkt ein zweites Mal ab. BAAMM! noch Biss, Anschlag – sitzt! In der Zwischenzeit ist Andre angekommen und wir gehen beide von einem Hecht aus. Dann kommt der Fisch das erste Mal an die Oberfläche. Vor uns haben wir keinen Hecht, sondern einen Barsch. Der gute hat tatsächlich 48 cm!!! Ein unfassbares Tier. Nach einer kurzen Fotosession haben wir den Kameraden umgehend zurückgesetzt. Ich bin nachwievor einfach unfassbar glücklich und komme nicht aus dem Grinsen raus.

Die nächsten Stunden waren ziemlich langweilig, da außer drei DS-Barschen beim Andre keine weiteren Bisse kamen. Am Spätnachmittag hat’s dann wieder ordentlich gescheppert. Wieder kommt das kleine Rucken in der Schnur, ich schlage an und der Drill geht los. Ich wusste sofort, dass ich keinen Hecht am Haken habe, für einen Zander war der Kamerad allerdings zu aktiv. Kurze Zeit später habe ich einen 38er Barsch auf die Matte legen können. Ich habe einen weiteren Biss bekommen, und ein toller Drill beginnt. Mein Gegner ist definitiv ein großer Hecht oder Zander. Bis zum Ufer ist alles kein Problem, dann gehen wir in den “infight”. Ich bin gerade dabei die Bremse aufzumachen, als mein Gegenüber einen kräftigen Ruck macht. Kein Druck mehr, kein ziehen – Schnurbruch. Ich hab so geflucht…

Bereits gestern konnte ich einen schönen 34er Barsch landen. So kann der Herbst weitergehen!

Die D.A.M. New Dimension-Serie

September 15th, 2011 by Achim

Heute will ich etwas über die D.A.M. New Dimension-Ruten-Serie schreiben. Die Serie bietet für jede Art des Raubfischangelns eine entsprechende Rute. Die Bezeichnung richtet sich dabei nach dem Einsatzgebiet. Drop Stick für das Drop Shotangeln, Jig Stick zum Jigangeln (Spinnfischen mit Gummifisch) Dead Bait für das Angeln mit toten Ködern. Dazu kommen noch Dip Stick zum vertikalangeln sowie Spank Stick zum Jerken und der Slap Stick zum leichten spinnfischen. Über Dip, Spank und Slapstick werde ich hier nicht schreiben, da ich die Ruten nicht besitze.

Zu Beginn dieser Saison hatte ich Bedarf für eine neue Drop Shot-Rute. Auf einer Hausmesse im März stand ich dann vor dem Drop Stick. Meine Kaufentscheidung für die Rute habe ich binnen zehn Sekunden getroffen. Sowohl das Gefühl, dass ich beim ersten Anfassen der Rute hatte, wie auch die Optik und die Verarbeitung haben mich sofort überzeugt.
Die ersten Momente mit der Rute am Wasser haben meine Erwartungen ehrlich gesagt noch übertroffen. Die Rute ist extrem leicht sowie unglaublich kraftvoll. Bei den Drills hat sich der positive Grundeindruck bestätigt. Die Kampfeigenschaften sind beinahe unbeschreiblich.
Ich habe beim Dropshotten einen Karpfen mit über 10 Kilo auf die Rute bekommen, wobei mir am Anfang nicht ganz geheuer war. Als der Fisch ausgedrillt war, war ich vollends überzeugt. Die Rute biegt sich bis Handteil, allerdings ohne dass man sich dabei unwohl fühlt.

Die positive Erfahrung mit dem Drop Stick, hat mich dazu verleitet mir im Sommer den Jig Stick zu kaufen. Die Rute ist nicht nur ungleich länger, sie ist etwas schwerer, stabiler und zum Spinnfischen gemacht. Im August habe ich 5 Tage am Stück je 12 Stunden mit der Rute gejiggt, ohne am Abend größere Ermüdungserscheinungen in den Armen zu haben. Die Aktion des Jig Stick ist wie schon beim kleineren Bruder (Drop Stick) einfach super. Die Wurfweiten, die selbst mit 20 Gramm Jigheads möglich sind, stehen noch ein Mal in einer Klasse für sich. Einzig der Hakenclip auf der Unterseite des Blank fehlt mir etwas.
Da mir die Drills mit den beiden Ruten solchen Spaß bereitet haben, wollte ich mir für die Karpfenangelei eigentlich aus dem MAD-Programm ebenfalls die New Dimensions besorgen, habe mich dann aber kurzerhand für die Dead Bait-Serie entschieden.
Ich habe mich für die Ausführungen Dead Bait Pike sowie Dead Bait Zander entschieden.
Die beiden Ruten unterscheiden sich praktisch nur in der Länge (Zander 3,30 zu Pike 3,60). Kürzlich habe ich auf beide Exemplare dann die ersten Karpfen im Kanal gefangen. Je einer mit 17 Pfund, der andere mit 10. Nach dem ich mich an meine D-Fender gewöhnt habe, die sehr hart sind, hatte ich etwas bammel da die Ruten wieder bis ins Handteil gehen, was aber genau das ist, was ich wollte. Im Gegensatz zu den Spinnruten, wurde bei den Dead Baits nicht auf den Hakenclip verzichtet. Wie alle Ruten aus der New Dimension-Serie sind auch diese beiden Modelle optisch ein Highlight. Der geteilte Griff ist ein echter Blickfang und wertet die Ruten noch zusätzlich auf.

Mein Fazit: Ich persönlich habe sowohl zum Spinnfischen wie auch zum Dropshotten meine perfekten Ruten gefunden. Die Deadbaits können auch auf Karpfen überzeugen. Die Ruten rangieren preislich zwischen 150 und 190 Euro, sind allerdings das Geld wert. Man bekommt dafür ein spitzenmäßiges Produkt, welches praktisch keine Wünsche offen lässt.