TS Pöhl – ein erster Erfahrungsbericht

21. Juli 2010

Gestern war ich also an der TS Pöhl im Vogtland / Sachsen. Ist – für uns aus Mittelfranken – schon ein riesen Gewässer mit 387ha Wasserfläche. Dazu kommt dann noch die TS Pirk mit 152ha, die man mit dem gleichen Erlaubnisschein auch beangeln darf. Der Schein kostet für Gastangler 8,-€ pro Tag. Auch Wochenkarten für 35,-€ sind erhältlich, laut Aussage des Angelcenter Plauen gibts wohl sogar Jahreskarten für Gastangler zum Preis von 85,-€.

Als Stelle hab ich mir ein Stück nahe des Camps in Voigtsgrün ausgesucht. Da ich leider keine Köderfische hatte, habe ich mit der Spinnangel angefangen und dort einfach mal 100m auf und ab verschiedene Köder probiert. Auf einen 8cm Wobbler, ca. 1,5 – 2m tief, konnte ich Vormittags einen Barsch mit ca.25cm landen.

Danach habe ich zwei Ruten bestückt mit Wurm und/oder Made raus. Eine Posenmontage in Ufernähe, da sich einige große Brassen gezeigt hatten. Die andere Rute war auf Grund und ein gutes Stück draußen. Leider gab’s auf keine der Montagen einen Zupfer :-(

Danach hab ich nochmal den Wobbler ausgepackt und konnte einen weiteren Barsch ähnlicher Größe landen.

Die beiden Barsche schwimmen wieder, da ich laut Erlaubnisschein annahm, der Barsch habe 30cm Schonmaß. Hat mich zwar verwundert, stand aber eben drauf. Nun habe ich die Aussage, dass sich bei den Schonzeiten/-maßen und Fangmengen ausnahmsweise beim Barsch die 30cm nur auf die Menge beziehen. Lediglich 5 Barsche mit >30cm dürfen pro tag entnommen werden. Sonst hat wohl der Barsch auch in Sachsen kein Schonmaß. Das ist auf der Tageskarte echt missverständlich beschrieben.

Ein Ortswechsel zur Autobahnbrücke brachte keinen weiteren Fisch. Allerdings waren dort – leider :-( – viele Angelerspuren in Form von Knicklicht- und Tauwurmverpackungen. Auch waren an den Hotspots direkt an den Brückenpfeilern und am Schiffsanleger bereits Angler vertreten.

Auf jeden Fall war es ein schöner Tag. Ich denke das Gewässer gibt schon einiges her, obgleich die TS Pöhl von einem professionellen Fischereibetrieb bewirtschaftet und daher vom Verband nicht besetzt wird. So ein großes Gewässer muss man eben erst mal kennenlernen. Wenn möglich geh ich vielleicht heute Abend nochmal los in die Helmsgrüner Bucht.

Leider habe ich von gestern keine Bilder, aber eventuell findet sich heute Gelegenheit.

Viele Grüße,

Manu

Hier nun noch die Fakten zum Gewässer / Erlaubnisschein:

  • Tageskarte Talsperren Pöhl & Pirk: 8,-€  (Bootslizenz im Preis enthalten)
  • Erlaubt sind: 2 Handangeln (2x Friedfisch oder 1x Friedfisch 1x Raubfisch oder 1 Spinnangel) mit je einer Anbißstelle
  • Nacht- und Eisangeln auf eigene Gefahr erlaubt
  • Raubfischschonzeit: Hecht 01.02. – 30.04.; Zander 01.02. – 31.05.; Forellen  bis 30.04.
  • Schonmaße: Hecht / Zander 50cm, Karpfen 40cm, Bachforelle / Bachsaibling 28cm, Regenbogenforelle 25cm, Aal 40cm, Schleie 25cm, Graskarpfen 60cm, Seeforelle 60cm
  • Fangmengen: 3 Fische pro Tag. Je Fisch beschränkt auf Zander 2, Hecht 2, Karpfen 2, Schleie 3, Bachforelle/ Bachsaibling 2, Regenbogenforelle 3, Aal 2
  • Ausnahme Barsch: max. 5 Barsche >30cm pro Tag.
  • Ausstellung Erlaubnisscheine: z.B. Angelcenter Plauen, Reißiger Str. 52, 08525 Plauen

Morgen das erste Mal Vogtland / Sachsen

19. Juli 2010

So, ich dann auch Mal wieder. Morgen werd ich mir die Talsperre Pöhl evtl. auch die Pirk angeltechnisch erschließen. Also zumindest ein erstes Mal austesten. Ich werde berichten und dann auch die Fakten zu den Gewässern schildern.

So long,

Manu

Mepps Aglia – Eine Liebeserklärung

14. Juli 2010

Den Unterschied zwischen Spinnern habe ich früher nicht bemerkt. Die Kaufentscheidung habe ich fast ausschließlich über den Preis getroffen, was jetzt – später – betrachtet sicherlich ein Fehler war.
Wo liegt der große Unterschied zwischen einem Mepps Aglia und einem normalen Spinner?
Kommt ein günstiger Spinner beim führen im Wasser mit etwas Kraut oder einem anderen Fremdkörper in Berührung, läuft der nicht mehr richtig. Also das Spinnerblatt hört auf sich zu drehen, und dadurch hat man keine Druckwelle mehr, auf die die Räuber aufmerksam werden. Beim Mepps bleibt dieser Effekt aus, selbst wenn man den Spinner sehr langsam führt, erzeugt man eine ordentliche Welle unter Wasser.

Manuel und ich haben im Main-Donau-Kanal nebeneinander gestanden, und den Unterschied ausprobiert. In einer halben Stunde habe ich 5 Barsche und einen kleinen Hecht gefangen, Manuel einen kleinen Barsch. Ich habe einen 2er Mepps Aglia gefischt, Manuel die gleiche Größe eines anderen großen Hersteller. Wenn man jetzt beispielsweise in einem Bach auf Forellen fischt, bleibt dieser Effekt aus wenn man gegen die Strömung fischt, aber spätestens wenn man einen Spinner mit der Strömung zieht, hat man den Unterschied wieder.
Auf den folgenden Fotos seht ihr links einen dreier Mepps, rechts einen anderen Spinner.


Ich muss ehrlich sagen, investiert den Euro mehr für den Mepps, es lohnt sich!

Drop Shot am Brombachsee zum zweiten

07. Juni 2010

Aktuell genieße ich meinen Urlaub und habe morgen spontan einen Ausflug zum Brombachsee angesetzt. Leider dieses Mal allein, aber Mal sehen ob ich den ein oder anderen Barsch an den Haken bekomme. Beim letzten Mal war der Ausflug für mich nicht der Hit, aber Manuel hat mit zwei Hechten und einem Zander (beides mit Drop Shot auf Wurm) einen goldenen Tag gehabt.
Da der Raubfisch erst ab 1.8. frei ist, bleibt auch morgen der Wurm der Köder Nummer 1. Die lange Schonzeit hat übrigens nichts mit den Beständen von Hecht und Zander zu tun, sondern möchte der FV Mittelfranken viel eher der Weißfisch-Plage Herr werden.
Hier nun noch gesammelt die wichtigsten Fakten zum Gastfischen am Brombachsee:
Nur eine Handangel ist auf Raubfisch gestattet.
Schleppfischen ist Erlaubt, es bleibt allerdings bei einer Handangel auf Raubfisch.
Es darf NICHT übernachtet werden. (Angeln in der Zeit zwischen 24:00 Uhr und 05:00 Uhr ist verboten)
Anfüttern ist NICHT erlaubt.
Nicht erlaubt ist außerdem das Fischen mit nicht artgerechtem Futter (Hunde-/Katzenfutter etc.)
Schonmaße & Schonzeiten:
Karpfen: 35cm
Schleie: 30cm
Hecht: 60 cm (Zander nicht explizit auf der Karte aufgeführt)
Seeforelle: 60cm
Schonzeiten für Hecht und Zander vom 1.1. – 31.07. jeden Jahres. Seeforelle 1.10 – 31.07. Blaufelchen 15.10. – 31.12.
Fangbeschränkungen prot Tag: 2 Karpfen, 3 Schleien, 2 Blaufelchen, 1 Hecht, Zander, oder 1 Seeforelle.
Solltet ihr hierzu fragen haben, schreibt einfach einen Kommentar mit eurer Frage!

Aal-Ansitz

02. Juni 2010

Hallo werte Leserschaft!

Heute Nacht ist es wieder soweit, Manuel und ich gehen zum Aalfischen. Heute haben wir noch zusätzliche Verstärkung von einem echten Karpfenprofi, den ich übrigens noch versuche als Co-Author für diesen Blog zu gewinnen. Gestern waren wir bereits einen Schwung voll KöFis fangen, und haben den Abend gleich noch als Warmup für heute genutzt. Zwischen 08:00 Uhr und 22:00 Uhr haben wir’s auf insgesamt 4 Aale gebracht, wobei drei davon als Blindschleichen, oder wie Manuel sagt Mikroben durchgehen. ;)
Der vierte Aal hatte 58 cm, bei 500 Gramm und hat sich einen toten Köderfisch am Ryderhaken-System einverleibt. Der wird dann am Donnerstag in der Räuchertonne hängen.

Ich möchte übrigens anmerken, dass ich, seit dem ich auf die Ryderhaken umgestiegen bin, bei jedem Ansitz mindestens einen Biss auf Köderfisch habe. Ich werde jedenfalls so schnell erst Mal nicht mehr mit Stahl&Drilling loslegen. Ansonsten ist die Montage denkbar einfach: Schnurstopper, Pose 3-5 Gramm, drei kleine Schrotbleie, wobei ich zwei davon ganz oben auf das Vorfach hänge, und ab dafür ins Wasser. Ich würde übrigens Posen mit einer mittleren bis langen, schlanken Antenne empfehlen, das geht in der Regel besser als dickbäuchige. Ist zumindest meine Erfahrung beim Weiherfischen. Das Wichtigste bei den Ryderhaken ist, dass ihr ein starkes Vorfach verwendet, also dicke gepflochtene Schnur, weil das auch einen mittleren Hecht aushält. (Man fängt übrigens meistens die kleineren bis mittleren, nicht die, die auf den ganzen Covers von Zeitschriften sind) ;)

Hechte, Schleien und ein Barsch

26. Mai 2010

Der Ausflug in die Oberpfalz war zwar nicht von Erfolg verwöhnt, aber immerhin hat die Fischerei viel Spaß gemacht.
Nach ca. 2-3 Kilometern Spinnstrecke haben wir nur einen kleinen Barsch an die Oberfläche locken können, landschaftlich ist der Main-Donau-Kanal zwischen Hilpoltstein und Berching aber herrlich.
André, vielen Dank noch Mal für den netten Ausflug.

Gestern waren Manuel und ich dann schließlich unsere Köderfischbestände auffrischen, was uns praktisch nur kleine Brassen gebracht hat (kein Hecht / Zander frisst die Dinger). Als Beifang kamen dann drei Schleien zwischen 33 und 36 cm von mir dazu – alle auf einen Krümel Teig aus einem alten Brötchen! Sowie ein Hecht von Manuel, der seinen Wurm auf einer Posenmontage genommen hat (?)

Auf Zander und Barsch am Kanal

20. Mai 2010

Montag steht der nächste große Ausflug an!
Manuel und ich fahren an das oberpfälzer Teilstück vom Main-Donau-Kanal um dort auf Zander und Barsch zu fischen. Glücklicherweise haben wir einen echten Kanalprofi gefunden, der mit uns sowohl mit Kunstködern als auch mit toten Köderfischen auf Zander fischt. André haben wir über das Anglerboard kennengelernt und freuen uns riesig mit ihm fischen zu gehen!

Unsere Tageskarten haben wir bereits geholt, Köder sind vorhanden, der Montag kann also kommen. Der Vorteil, den das Teilstück der Oberpfalz (Schleuse Hilpoltstein – Schleuse Berching) bietet, liegt auf der Hand. Raubfische, also Zander und Hecht, sind dort bereits ab dem 1.5. frei, nicht wie am mittelfränkschen Teil erst ab 1.6. Das Schonmaß liegt für Hecht und Zander gleichermaßen bei 50cm. In Mittelfranken hat der Hecht 60, der Zander ebenfalls 50. Außerdem sind die Haltungen besser besetzt als die fränkischen – und es werden weniger Karten ausgegeben. Auch der Preis für die Jahreskarte liegt mit 70 Euro deutlich über der Verbandskarte bei uns, sprich es können sich weniger Angler die Karte leisten, und auch die Anfahrt ist weiter. Diese Rahmenbedingungen führen dazu, dass das gesamte Teilstück wesentlich interessanter ist, als das unsere.

Ich möchte den Kanal in Mittelfranken nicht gänzlich schlecht machen, aber im südlichen Bereich des Main-Donau-Kanals wurde einfach sehr vieles, wesentlich besser gelöst als im älteren Teil, rings um Nürnberg. Bestes Beispiel dafür sind die Altwasserarme, die den Fischen Brutplätzen und Ruhezonen geben (die bei der starken Strömung, die durch die Schleusen hervorgerufen wird, notwendig sind).

Hier also noch Mal die wichtigsten Fakten für das Angeln am Main-Donau-Kanal in der Oberpfalz:
Tageskartenpreis: 7,50 €
Schonzeiten für Raubfisch: 01.01. – 30.04.
Schonmaße: Hecht & Zander, 50cm. Karpfen 35cm. Schleie 30cm.
Fangbeschränkungen: 1 Raubfisch (Hecht oder Zander) 2 Karpfen, 3 Schleien.
Angeln ist rund um die Uhr erlaubt.
Angeln auf Brücken, Schleusen, Wehranlagen sowie vom Boot und in Seitenarmen ist verboten.
Anfüttern ist im beschränkten Umfang während des Fischens erlaubt.
Schleusenanlagen dürfen nicht betreten werden.

Grausam!

16. Mai 2010

Manuel und ich waren von Freitag früh 08:00 Uhr bis Samstag 09:00 Uhr durchgehend fischen. Der Freitag hat noch ganz gut angefangen, kein Regen, aber nur 8°. Gegen 09:00 hat Manuels Raubfischpose den Tauchgang gewagt was uns einen kurzen Drill mit doofem Ende beschert hat. Leider ist das Vorfach durchgebissen gewesen, weil wir’s ohne Stahl mit Ryderhaken versucht haben. (nicht selbstgebundenes Hartmono)

Gegen Mittag, ich schätze 12:30, ging dann meine Raubfischpose, was einen 48er Hecht zu Tage gefördert hat. Auch ich habe mit Ryderhaken gefischt, allerdings an doppelt gepflochtenem Vorfach. Der Haken saß Wunderbar im Mundwinkel, so dass der kleine wieder zurück in sein Element konnte. Nach diesem Biss habe ich dann meine Karpfenmontage eingeholt, und einen Wurm an einer ultraleicht-Pose zu Wasser gelassen. Eine 30er Schleie hat diesen Dankbar angenommen, was dann auch unser Abendessen dargestellt hat ;-) . Seit ca. 10:00 Uhr hatten wir durchgehend Regen, der immer stärker wurde. Weil das aber noch nicht genug war, kam auch noch Wind dazu!

Den Nachmittag über hatten wir überhaupt keine Aktivität mehr, deshalb haben wir uns entschieden für die Aal-Fischerei den Weiher zu wechseln. Ab ca. 17:30 waren wir dann, wie beschrieben, am nächsten Weiher und haben die Montagen für die Nacht vorbereitet. Glücklicherweise hatten wir einen Minigrill dabei, der uns die Nacht durch als Wärmequelle gedient hat. Ab 22:00 Uhr wurde es richtig finster, aber die Aale um so aktiver. Auf praktisch vier Posen permanent Geschiebe und Zupfer. Knapp 15 Minuten konnte ich den ersten Aal landen, wobei “Aal” etwas übertrieben ist. Schnürsenkel dürfte es eher treffen. Eine knappe dreiviertel Stunde später ging meine Pose wieder auch Tauchfahrt, ein Zwergwels war hier der Schuldige. Wie die Zwergwelse in unser Vereinsgewässer gekommen sind, weiß aber nur Gott. Jedenfalls war laut meinem Auto die Außentemperatur mittlerweile auf 4° gefallen, so dass Manuel und ich abgebrochen haben und die Schlafsäcke bevorzugten.

Der nächste Morgen begann um kurz nach fünf, allerdings ging bis 09:00 Uhr nur noch ein 55er Schuppenkarpfen auf mein Hundefutter.

Das Resümee fällt also eher negativ aus:
1. Ich werde NIE WIEDER am Weiher übernachten, wenn wir die Eisheiligen haben.
2. Ohne den Grill als Wärmespender, wären wir vermutlich um 22:00 Uhr nach Hause gefahren.
3. Wenn ihr bei absehbar kaltem Wetter am Weiher übernachtet, nehmt euch etwas zum Wasser warm machen mit! Ein Kaffee oder Tee schmeckt niemals so gut, wie wenn man durchgefrorern ist.
4. Ryderhaken reichen aus um Hechte zu landen, und sind sogar besser wenn man mit Fischen rechnen muss, die das Schonmaß noch nicht erreicht haben.
5. Beim nächsten Mal wird’s besser.

PS: Ich hoffe, dass es heute auch 4:0 für Nürnberg (ich aus Nürnberg, Manuel aus Augsburg) ausgeht. ;-)

Ich habe meinen Karpfenrekord gebrochen

02. Mai 2010

Wie man hier sicherlich lesen kann, habe ich mich nicht auf eine Fischart spezialisiert, sondern fange eigentlich alles was ein Gewässer hergibt. Heute morgen um sieben bin ich zu einem unserer Vereinsweiher gefahren und habe dort einen Ansitz auf Raubfisch und Karpfen gemacht.

Zuerst flog die Montage mit KöFi, danach meine Grundrute mit Hundefutter. Ich hatte mir gerade meinen ersten Kaffee eingeschenkt, als auch schon der erste Biss kam. Knüppelhart, einfach “Vollrun”. Gefangen habe ich einen 47er Spiegelkarpfen, der nach einem kurzen Foto wieder schwimmen durfte. Neues Hundefutter und neue Stelle. 2 Stunden später hatte sich hier noch nichts getan, deshalb habe ich wieder eine neue Stelle angeworfen. Gegen 10:45 war ich halb eingeschlafen / verträumt und mein neuer Rekordkarpfen meldet sich. Einen solchen Biss hatte ich bislang noch nicht! Die Bremse ging volles Brett, ich stand senkrecht vor meinem Stuhl, weil ich so einen Schrecken bekommen habe. Anhieb! Sitzt! Yes!! Der Drill war klasse, ca. 10 Minuten später hatte ich ihn da wo ich wollte, doch leider hatte sich der Kamerad auch noch meine zweite Schnur geschnappt und einen ordentlichen Knoten verursacht. Als ich den Karpfen an Land hatte, war ich erst Mal sprachlos und hätte ich keine Ohren gehabt, hätte ich im Kreis gegrinst! 69 Centimeter, 17 Pfund schwer. Ein geiles Gefühl!  Auch er durfte nach einem Foto wieder schwimmen.

Die nächsten 20 Minuten war ich damit beschäftigt den Knoten den er mit den beiden Schnüren / Vorfächern gemacht hat, zu entwirren! Leider hat’s nichts gebracht, und ich musste ein Vorfach und beide Schnüre kappen. Neue Köder, und weiter gings. Kurz darauf habe ich einen weiteren Karpfen kurz vorm Ufer verloren, aber da war der Ärger nur gering. Knappe 1,5 Stunden später hatte ich wieder einen Vollrun! Der dritte und letzte Karpfen des Tages hat’s direkt noch Mal auf 67 cm und 15 Pfund gebracht. Auch hier hätte ich vor Freude wieder im Kreis springen können! Wie sich’s bei solchen Fischen gehört darf auch er sich weiter seiner Tage freuen!

Auf Raubfisch ging heute leider nichts, aber das kommt noch! Ihr seht also, dass man auch ohne 20 Kilo Futter und 1000 Euro-Ausrüstung schöne große Karpfen fangen kann! Beim Fischen mit Hundefutter ist nur viel Geduld gefragt. Ein kleiner Tipp noch mir! Fischt immer mit Haarmontagen auf Karpfen, denn das Risiko dass sie den Haken schlucken reduziert sich deutlich!


Update: Als Schnur habe ich übrigens eine 0,25er Mono verwendet, bei der die 500-Meter 7,95 Euro kostet…

Die Raubfischsaison beginnt

30. April 2010

Morgen ist es endlich soweit, der 1. Mai ist gekommen.

Ich freue mich tierisch, weil ich dann endlich wieder mit KöFi fischen kann, und bald auch schon die erste Tour zum Main-Donau-Kanal in der Oberpfalz geplant ist. Im Gegensatz zu Mittelfranken darf man nämlich unterhalb der Schleuse Hilpoltstein bereits ab 1. Mai auf Raubfisch los!

Morgen steht bei uns im Verein zwar erst Mal Maifeier auf dem Programm, allerdings habe ich meine Ausrüstung mit Sicherheit im Kofferraum liegen, bereit auszuwerfen sobald die Veranstaltung vorbei ist (Da sind nämlich bei uns im Verein alle Gewässer gesperrt). Ich gehe jetzt einfach Mal frech davon aus, dass es bei den meisten von euch auch ab Morgen wieder losgeht, und drücke euch die Daumen. Meine erste Montage wird meine neue (echt schöne ;-) ) Zanderpose mit KöFi und Ryderhaken sein. (Ryderhaken sind zweischenklige Haken, von denen einer im Köder steckt und der andere hoffentlich bald im Räubermaul)

Der Manuel treibt sich in der Zwischenzeit im Vogtland rum und fehlt direkt Mal bei der Saison-Eröffnung. Unglaublich. ;-)