Saison-Abschluss ohne Glück

November 1st, 2012 by Achim

Vergangene Nacht habe ich zusammen mit MAD-Teamangler Fabian Windisch das letzte Mal in diesem Jahr auf Karpfen angesessen.

Da ich meinen bestwert aus dem Frühjahr unbedingt noch ein Mal überbieten wollte, haben wir uns einen in der Karpfenszene sehr berühmten, unglaublich schönen Baggersee in der Nähe von Nürnberg ausgesucht.

Kurz vor fünf gestern sind wir am Gewässer eingetroffen und wollten an einem von Fabians Lieblingsplätzen aufbauen, doch sofort ist der Supergau augenscheinlich geworden. Es waren bereits ca. zehn Camps um den See verteilt, da heute in Bayern Feiertag ist – und so blieb uns nur der denkbar schlechteste Platz, so dass wir auf ca. sieben Metern Wassertiefe die Ruten ablegen mussten.
Wir hatten wie bereits erwähnt so und so kaum die Chance gegen die Futterplätze der Konkurrenz anzukommen und haben uns zu einer Vielfutter-Taktik entschieden. Pro Rute ca. zwei Kilo Boilies und 5 Kilo Partikel sollten die Karpfen zumindest auf unsere Plätze aufmerksam machen.

Während Fab die Ruten abgelegt hat, habe ich mich um den Aufbau unseres Camps gekümmert. Mit freundlicher Genehmigung meines Arbeitgebers haben wir den neuen Space Dome G2 geliehen, in dem wir bequem zwei Liegen + Taschen und Eimer verstauen konnten. Eine Zeltheizung hat die recht kalten Nachttemperaturen sehr erträglich gemacht, so dass wir ca. 23 Grad im Zelt hatten. Bei solchen Konditionen ist ein Ansitz im Winter kein Problem mehr – ich werde mir definitiv auch eine Zeltheizung zulegen. Keine Frage.

Mit NicNacs und Glühwein haben wir versucht die Wartzeit zu verkürzen, allerdings waren auch vier Stunden später außer einem kurzen Take auf meiner Rute keine Aktivität zu verzeichnen, so dass wir uns entschieden haben zu schlafen. Das nächste Mal habe ich die Augen um 05:43 aufgemacht, allerdings nicht weil ein Bissanzeiger Alarm geschlagen hatte, sondern weil Regen eingesetzt hat.

Die 20 Schnüre die Rings um den See verteilt waren, haben die Karpfen die hier bereits einiges gewohnt sind, vollends abgeschreckt. Auf keinem anderen Platz konnte ein Fisch gefangen werden, so dass wir kurz nach Mittag abgebaut haben.
Schade, ich hatte mir einen Ereignisreicheren Saison-Abschluss gewünscht. Leider habe ich den kommenden Wochen keine Zeit mehr einen weitere Ansitz durchzuziehen, so dass ich heute mein Tackle für den Winter eingemottet habe. Dazu kommt, dass wir gestern nur noch neun Grad Oberflächen-Temperatur hatten und die Karpfen ab ungefähr acht Grad fast keine Nahrung mehr aufnehmen, weil sie ihren Stoffwechsel runterfahren.

Vielen Dank an dich Fabian! Trotz der Tatsache dass wir geblankt haben, war’s ein klasse Ausflug! Und nächstes Jahr holen wir die Dicken raus!
Tight Lines!

Die Zeichen stehen auf Raubfisch!

September 27th, 2012 by Achim

Meine Postings werden wieder weniger, das ärgert mich selbst etwas. Ich komme zur Zeit nicht so viel zum Angeln wie ich gerne möchte, das hat sowohl private als auch berufliche Gründe.

Ich habe mich dieses Jahr bislang äußerst intensiv mit der Angelei auf Karpfen beschäftigt und die Räuber etwas liegen lassen. Vergangenes Wochenende hab ich es endlich wieder mit der Spinnrute an den See geschafft und konnte einen schönen Hecht zum Biss (sowohl in den Köder wie auch in meine Finger) verleiten. Bereits Anfang September konnte ich darüber hinaus einen 44er Barsch landen, der zweite 40+ dieses Jahr für mich. Am gleichen Nachmittag musste ich leider kurz vor der Landung mit ansehen wie sich ein schöner Hecht mit knappen 90cm doch noch befreien konnte – ein Kunststück das mir zur in letzter Zeit leider häufiger passiert ist. Umso glücklicher war ich als ich den Hecht in die Kamera halten konnte.

 

Die Witterungsbedingungen am Samstag waren allerdings alles andere als Akzeptabel, so dass wir fast keine Chance hatten, klassisch zu jiggen. Im Generellen muss ich sagen, das die Raubfische bei uns aktuell eher verhalten beißen, da auch sonst kaum große Fänge bekannt werden.

Am Kommenden Sonntag zieht es mich mit einem Kumpel an einen See, den ich erst ein Mal auf Raubfisch beangelt habe, ich bin gespannt.

MAD Fat Albert & MAD Siesta Sleeping Bag

September 17th, 2012 by Achim

Heute möchte ich dir den Fat Albert der Firma MAD vorstellen. Die Liege ist der ideale Begleiter am Wasser wenn du deine Liebste mitnehmen möchtest oder einfach komfortabel wie im eigenen Bett liegen möchtest, wenn du länger am Wasser unterwegs bist.

Die Liege ist 2,06 Meter lang und 97cm breit. Zusammengeklappt 94*84 cm. Für die Größe ist die Liege sehr leicht – sie wiegt nur 8,95 Kilo.

Das Aufbauen geht sehr leicht. Zuerst klappst du einfach die Beine aus, so dass du die Liege einfach auf den Boden stellen kannst. Anschließend einfach die gesamte Liege aufklappen. Die Füße sind frei höhenverstellbar, so dass du auch auf unebenem Untergrund keinerlei Probleme hast eine gerade Liegefläche zu haben. Über die Stellschraube auf der Seite kannst du das Rückenteil neigen, so dass du Tagsüber eine extrem bequeme Liegefläche hast auf der man sehr komfortabel lesen kann – oder was du sonst gerne beim Warten auf den nächsten Run machst.

       

MAD Siesta Sleeping BAG

Da ich gerne alle Komponenten die zusammengehören von derselben Firma habe, habe ich  mich für den MAD Siesta Sleeping Bag entschieden, in dem bequem zwei Leute Platz haben. Gerade wenn du mit deiner holden unterwegs bist, brauchst du keine zwei Liegen und Schlafsäcke ans Wasser bringen – und du kannst gegen das “Aber Nachts ist es Kalt”-Argument vorgehen. Der Schlafsack ist 2,25 Meter lang und 96 cm  breit – er passt also perfekt auf die Liege!

Der Schlafsack kommt in der praktischen Tragetasche aus hochwertigem 600D Nylon mit stabilen Tragegriffen. Der Schlafsack verfügt über ein einfaches Befestigungssystem mit Bandschnallen, so dass er immer auf der Liege bleibt und nicht auf Boden fällt, auch wenn du Nachts einen Run hast und aus dem Zelt sprintest. Zusätzlich zu den Bandschnallen hat der Schlafsack an Kopf- und Fußteil eingenähte Taschen die man über das Kopf- und Fußende der Liege zieht, und erhält somit weitere Stabilität.

Ansonsten ist das Innenfutter äußerst bequem und durch die sieben cm. Gesamtdicke ist es fast unmöglich im Schlafsack zu frieren.

Ködertest: TT Baits Tropicana

Juli 20th, 2012 by Achim

Heute beginnt mein Ködertest für die Boilies von Thomas Tschernich.

Durch einen guten Freund von mir, bin ich vergangenen Herbst auf die Boilies von Thomas aufmerksam geworden. Viele bekannte Gesichter im Großraum Nürnberg angeln mit den Boilies bei uns am Kanal und zerren regelmäßig rekordverdächtige Fische aus dem Selbigen. Der von Sandy Bauer aus Fürth aufgestellte Kanalrekord von 47 Pfund ist ebenso auf die Tropicana Boilies gefangen worden, wie auch viele Fische von Mark Dörner.

Diese Fotos fand ich doch vielversprechend, so dass ich mich entschieden habe meine erste Ladung dieser gelben “Wunderkugeln” zu kaufen und einen Bericht darüber zu schreiben. Heute Nacht werde ich zwei Ruten mit dem Köder bestücken und am Wochenende eine Kanalsession einlegen.

Die Boilies sind in 1kg, 5kg und 10kg in den Größen 20 und 24mm erhältlich.

  

Die erste Nacht am Weiher ist nun vorbei, einen Fisch konnte ich bislang leider noch nicht fangen. Ich muss jedoch sagen, dass auch auf meine anderen Boilies nichts gelaufen ist, die ich parallel dazu im Wasser hatte. Ich habe ca. 200 Gramm Boilies zusätzlich zum Hakenköder mit auf dem Futterplatz ausgebracht. Auf dem dritten Bild sieht man, wie stark der Köder unter Wasser arbeitet. Das Bild vergleicht eine frische und eine Murmel, die bereits vier Stunden im Wasser gelegen hat. Kommendes Wochenende werde ich einen Ansitz am Kanal starten und weitere Eindrücke sammeln.

Nicht vergessen möchte ich, dass die Boilies sofort überzeugen. Das Aroma dass dir um die Nase weht, wenn du die Packung aufschneidest ist sensationell. Auch der Geschmack ist überzeugend. (Die Murmel isst man nicht!) Ich bin mir sicher, dass sich der positive Ersteindruck schon in Kürze auch durch den ein oder anderen Karpfen bestätigen wird.

Testtage 3-4

Es ist etwas frustrierend aktuell. Vergangene Woche habe ich drei Tage einen Futterplatz am Kanal mit knapp drei Kilo Boilies hochgezogen. Samstag  früh um punkt 05:00 Uhr haben wir die Ruten ausgebracht und bereits nach zwei Stunden konnte Patrick einen acht Pfund schweren Karpfen fangen, allerdings nicht auf die Tropicana. Leider war das auch die letzte Fischaktivität für die kommenden zwei Tage.
Abgesehen von der Zwangspause von 00.00 – 05:00 Uhr haben wir bis Sonntag durchgefischt und konnten die Ruten auch liegen lassen, wenn Schiffe gekommen sind. Da wir Tagsüber eher Badewetter hatten, blieb die Fresslaune der Fische im Keller. Ich habe jetzt noch ca. 1,5 Kilo von den fünf ursprünglichen Kilos übrig, konnte bislang allerdings leider noch keinen Karpfen zum Anbiss verleiten. Mein Vertrauen in die Boilies hat das keineswegs  erschüttert, so dass ich definitiv auch noch ein Mal nachlegen werde! Mein Zwischenfazit bisher: Die Karpfen warten nicht mit offenen Mäulern unter der Oberfläche. Auch nicht auf den berühmten Tropicana-Boilie. Du solltest nicht mit der Erwartung “ich kam, sah und siegte” an diesen Köder herantreten, das kann wie bei jedem anderen Köder auch nach hinten losgehen. Dass ich bislang noch nicht den gewünschten Erfolg hatte, liegt  aber sicher auch daran, dass die Umstände am vergangenen Wochenende nicht gepasst haben. Die kommenden Wochen habe ich leider nicht mehr soviel Zeit zum Angeln, so dass die nächste Testrunde erst wieder Mitte / Ende Juli über die Bühne gehen wird.

Testtage 5-6:

Das vergangene Wochenende habe ich endlich wieder Zeit gefunden in Ruhe zu angeln! Tja, ich will nicht groß um den heißen Brei herumreden! Wir haben gefangen wie die Verrückten!  Ich konnte vier Fische, den schwersten mit knapp 19 Pfund, auf die Tropicanas fangen! Einen davon am Abend um ca. 20:00, zwei in der Nacht und einen am Morgen.  Von einem sind die Fotos leider missglückt, hier aber die Bilder der anderen drei:
  

Wir hatten einen Tag mit Mais gefüttert bevor wir zum Angeln gefahren sind. Zusätzliche Boilies habe ich nicht versenkt. Morgen folgen noch ein Mal drei Tage Main-Donau-Kanal ohne Vorfüttern. Das werden zeitgleich meine letzten Testtage.

Testtage 7-8:

Ich bin zurück vom Kanal! Die ersten beiden Tage waren eine Materialschlacht! Am zweiten Abend an einer neuen Stelle ab 22:00 Uhr hat’s gerappelt. Leider habe ich zwei Fische verloren. Die Boilies lagen nach dem Ausbringen keine 20 Minuten im Wasser und sofort liefen die Ruten ab. Sowas habe ich beim Boilieangeln noch nicht erlebt.
Um 23:30 konnte ich den Schuppi mit ca. 14 Pfund auf dem unten stehenden Foto landen!  Leider war an diesem Tag kein Schleusenstopp, so dass ich permanent Sog und Strömung hatte. Über Nacht hatte ich leider beide Montagen verdreht, so dass ich keine Chance hatte einen Fisch zum Biss zu verleiten. Ärgerlich. Am nächsten Morgen gegen sechs habe ich ein letztes Mal auf dieser Stelle die Boilies erneuert und die Ruten ausgeworfen, keine 15 Minuten später hatte sich bereits der 9Pfünder, der ebenfalls auf dem Foto unten in der Matte liegt die gelbe Murmel einverleibt! Überhaupt etwas ärgerlich, dass ich keinen Fotografen in der Nähe hatte, allerdings muss ich sagen dass das Foto mit den beiden Karpfen in der Abhakmatte doch irgendwie cool finde. Die Session war übrigens in der Oberpfalz, wo das Nachtangeln erlaubt ist.

Anschließend habe ich noch ein Mal eine neue Stelle angefahren und die Ruten ausgebracht. Während ich noch dabei war das Schirmzelt aufzustellen, lief bereits die erste Rute ab und brachte einen 18 Pfund schweren Spiegler. Auf keinem der Plätze habe ich Futter ausgebracht!

 
Fazit:

Tolle Boilies, tolles Preis-Leistungs-Verhältnis!
Aber Vorsicht! Mit der Einstellung dass du in jedem Wassereimer einen Karpfen fangen wirst, bist du völlig falsch! Es ist wie immer abhängig von vielen verschiedenen Faktoren! Ich konnte während der Testphase sieben Karpfen fangen. Alle sieben an den letzten vier Testtagen. Drei davon im Kanal. Die erste Zeit wäre ich beinahe verzweifelt aber nun ich bin vollends überzeugt! Die Tropicanas wandern in mein Repertoire für die wärmeren Monate im Jahr! Abgesehen von den Testtagen 3-4 habe ich bei keiner Session vorgefüttert, schon gar nicht mit Boilies sondern immer nur während der Session selbst. Erstaunlich dabei fand ich, dass die Fische die Boilies nur dann genommen haben, wenn sie sehr frisch waren.

Ich hoffe mein Artikel hat dir gefallen! Ich hoffe auch, dass ich mit den kritischen Worten hier deine eventuell hohe Erwartungshaltung dämpfen konnte, denn die “Allround-Waffe” beim Angeln gibt’s nicht! Der Tropicana-Boilie ist allerdings ein klasse Köder den ich dir nur empfehlen kann!

Stahlvorfächer selbst herstellen

Juni 12th, 2012 by Achim

How to build your own Stahlvorfach, oder wie man Stahlvorfächer selbst herstellt.

Leider vertrauen viel zu viele Menschen die auf Raubfisch angeln wollen, auf minderwertige, fertige Stahlvorfächer diverser Hersteller. In diesem Artikel möchte ich dir zeigen, wie einfach es ist Stahlvorfächer selbst herzustellen, vom Binden kann hier nämlich keine Rede sein ;-) .

Was benötige ich? 

Zuerst natürlich einen geeigneten Stahldraht, den man zum Vorfach verarbeitet. Ich verwende in der Regel 7×7 Stahl (7×7 heißt, dass aus sieben Drähten ein Draht gemacht worden ist und diese sieben Drähte noch ein Mal zu einem Draht verwoben wurden) mit einer Tragkraft von 9-10 Kilo. Das reicht in der Regel.
Die nächsten “Zutaten” sind Klemmhülsen, Wirbel, Sicherheitskarabiner und sehr wichtig:  Schrumpfschläuche.
Und als letztes brauchst du eine Klemmhülsenzange.

Nun zur Bauanleitung:

Schritt 1: Vorfach in die gewünschte Länge schneiden.

Schritt 2: Klemmhülse aufschieben

Schritt 3: Wirbel einhängen

Schritt 4: Das Ende des Stahldrahtes muss nun ebenfalls durch die Hülse, so dass eine Schlaufe entsteht, in welcher der Wirbel hängt.

    

Schritt 5:  Schlaufe zuziehen, so dass der Wirbel wenig Spiel hat. Je nach dem welche Stärke deine Hülsen haben, kannst du das kurze Ende für noch größere Tragkraft zurück in die Hülse schieben. Nun mit der Zange die Hülse quetschen.

Schritt 6:  Schrumpfschlauch in zwei Teile schneiden und beide Teile auf das Vorfach schieben.

Schritt 7:  Nun muss die zweite Hülse auf den Stahl und der Sicherheitskarabiner

Schritt 8: Wie beim Wirbel gehst du nun mit dem Ende des Stahls wieder durch die Hülse und ziehst die Schlaufe zu, so dass der Karabiner kein Spiel mehr hat.

Schritt 9: Nun mit der Zange die Hülse quetschen / schließen.

Schritt 10: Die Schrumpfschläuche müssen nun über die Hülsen geschoben werden und kurz mit einer Flamme so erhitzt werden, dass das Plastik die Hülse und den Stahl “versiegelt”. Damit verhinderst du nämlich, dass sich die Hauptschnur über den Anfang der Hülse legt, bzw. eindreht.

Ich empfehle dir mehrer Vorfächer zuhause vorzufertigen. Speziell wenn du an ein hängerträchtiges Gewässer gehst, verlierst du immer wieder Angelzeit wenn du ein neues Vorfach machen musst.

Den ersten 40+ Barsch des Jahres gefangen

Mai 29th, 2012 by Achim

Tjaaaa, nach meiner tollen Serie im letzten Herbst, mit 5 Barschen jenseits der 40cm, konnte ich vergangenen Samstag den ersten 43er dieses Jahr fangen.
Von März bis vergangenen Samstag habe ich mich voll und ganz auf die Karpfenangelei konzentriert, jetzt werde ich meine Zeit wieder aufteilen. Der erste Ausflug mit Andre an den Großen Brombachsee war gleich wieder ein voller Erfolg.

Wie schon so oft hat mir das Drop Shot-Rig den Erfolg gebracht. Ich muss schon sagen, dass es jedes Mal auf’s neue ein echt geiles Gefühl ist, wenn nach einer gewissen Zeit ohne jeden Fischkontakt auf ein Mal ein Barschschwarm unter dem Boot auftaucht.
Dieses Mal war’s recht ähnlich. Nach drei Stunden ohne Fisch in der mich André schon etwas platt gemacht hatte, konnte ich nur wenige Meter vom Boot zu erst einen schönen Barsch mit 36cm landen. Keine fünf Miunten später ruckte es wieder kräftig und der Dicke hatte meinen Köder bis zum Anschlag inhaliert. Nach der langen Raubfischpause war es ein sensationelles Gefühl die Fluchten in die Tiefe abzufangen und an der leichten Drop Shot-Rute, die sich bis ins Handteil biegt den Drill zu genießen.

Die nächsten Wochen werde ich ausgiebig auf Zander mit dem toten Köderfisch angeln, außerdem habe ich mir vorgenommen einen Ködertest über eine Boilie-Sorte zu verfassen. Max ist aktuell in Österreich am Bergteich und sitzt dort eine Woche auf Karpfen an, sein Bericht mit tollen Fotos kommt garantiert.

Vier Tage im Paradies

Mai 3rd, 2012 by Achim

Ich weiß gar nicht, mit welchen Worten ich meinen Artikel beginnen soll.
Von Samstag an war ich mit zwei Freunden bis heute (Dienstag) an einem Fleckchen Erde, dass mich magisch anzieht. Zum zweiten Mal nach Ostern 2011 habe ich nun an diesem unglaublichen Spot fischen dürfen.

Samstag Mittag haben wir uns auf den Weg ins Südbayerische gemacht um vier Tage am Wasser zu verbringen und gezielt auf Karpfen zu angeln. Das traumhafte Wetter an diesem Wochenende entschädigt für das saukalte Osterwochenende am Kanal. Gegen 16:00 Uhr hatten wir unsere gesamte Ausrüstung zum Platz gebracht und aufgebaut. Danach brachten wir die Köder ins Wasser und haben unsere Plätze gefüttert.
Das Gewässer selbst stellt die ein oder andere Herausforderung dar, und ist praktisch nur im März oder April befischbar, denn danach wächst es vollständig zu. Sowohl im Wasser, als auch am Ufer. Wir haben zwei relativ gut zugängliche Stellen gefunden und dort das Camp aufgeschlagen. Max hatte die “gefährlichste” Stelle, da unmittelbar neben seiner Rute ein Baum umgestürzt war, der den halben Altarm überspannt hat. Die Pods von Patrick und mir standen unmittelbar nebeneinander.

Bereits an diesem Abend habe ich den Blick aus dem Zelt schweifen lassen, der Mond war enorm hell so dass ich praktisch keine Kopflampe gebraucht habe, und gedacht “ich will hier nie wieder weg”.
Die erste Nacht brachte allerdings keine Bisse, was an diesem Gewässer äußerst untypisch ist.
Beim Angeln bin ich Frühaufsteher und so war ich bereits um 06:00 Uhr am nächsten Morgen wach um meine Ruten neu zu beködern und auszubringen. Anschließend konnte ich einige wundervolle Fotos schießen, welche zum Teil auch in diesem Artikel vorkommen. Der Gedanke “ich will hier nie wieder weg” brannte sich tiefer und tiefer in meinen Kopf.

Der Sonntag begann mit einem ausgiebigen Frühschoppen, Fischaktivität hatten wir zu dem Zeitpunkt immer noch nicht. Das änderte sich allerdings schlagartig um halb sieben Abends, als Patrick gerade am Kochen war. Der Biss kam richtig heftig und verdient die Bezeichnung “Vollrun”. Als ich die Rute aufgenommen hatte, versuchte der Karpfen sofort in die Seerosen zu flüchten, was ich nur mit Mühe und Not sowie viel Gegendruck verhindern konnte. Einen harten Drill und drei Minuten später stand ich fluchend und verärgert neben meinem Rod Pod, denn nicht ein Mal mehr einen Meter vor dem Kescher habe ich den Fisch verloren. Gesehen haben wir nur einen kleinen Teil der Schwanzflosse, die hat allerdings deutlich gezeigt, dass es kein kleiner Fisch war.

Der Run motivierte uns allerdings bis in die Haarspitzen, denn jetzt waren die Fische auf den Futterplätzen angekommen. Alles neu macht der Angler und so haben wir bei Einbruch der Dämmerung noch ein Mal Futter verteilt und uns in die Zelte zurückgezogen. Max konnte kurz nach Einbruch der Dunkelheit eine große Brasse mit vollem Laichausschlag fangen. Bereits um elf lief meine Rute erneut ab, und ein seitlich gehakter, 9 Pfund schwerer Wildkarpfen war das Resultat. Angefühlt hatte sich der Fisch eher wie 20+. In dieser Nacht habe ich noch zwei weitere Karpfen wegen der Seerosen verloren.
Bei Patrick und Max gab es noch immer keinen Run.
In der früh wurde Patrick durch einzelne Piepser geweckt und konnte zusehen wie sein Swinger im Zeitlupentempo nach oben geklettert war. Anschlag, Fisch sitzt! Dass er da gerade einen 19 Pfund schweren Spiegler drillt, hatte ich erst nicht glauben können, da der Fisch praktisch keine Gegenwehr geliefert hatte. Max hat sich in der Zwischenzeit zum Haus- und Hoffotografen entwickelt.

  

  

Am Nachmittag legte mein Bissanzeiger erneut los. Die Erfahrungen der letzten Nacht hatten mich gelehrt, die Bremse zu schließen und stur gegenzuhalten wenn der Fisch abtauchen will. Der Erfolg gab mir Recht und ich hatte einen wunderschönen 14 Pfund schweren Spiegler gefangen. Am Abend hat Max dann die Taktik geändert, und die Ruten auf zwei verschiedenen Plätzen abgelegt um endlich den ersehnten Erfolg zu bekommen. Leider wurde er für seine Mühe nicht belohnt.
Der Blick den ich auch in dieser Nacht aus dem Zelt hatte brannte diesen einen Gedanken immer tiefer in meinen Kopf. Leider war der kommende Tag bereits der Tag der Abreise. Der Dienstagmorgen begann etwas stürmisch, so dass ich mich entschlossen hatte nicht aus dem Zelt zu gehen. Eine gute Entscheidung. Um 09:30 Uhr lief meine Rute zum letzten Mal ab, dieses Mal war es der Köder, den ich direkt im Seerosen-Feld ausgelegt hatte. Bis ich den Fisch da raus hatte, war mir nicht klar, ob er hängt oder nicht. Keine vier Minuten später lag ein schöner 16Pfünder in der Abhakmatte.

Jetzt sitze ich wieder vor meinem Notebook, schreibe diesen Artikel und wähle die Bilder aus. Und eigentlich will ich so schnell wie möglich wieder an dieses Gewässer. Max, Patrick: Das war ein klasse Wochenende!

Kalt, kälter Ostern!

April 16th, 2012 by Achim

Die Wettervorhersage für das Osterwochenende war eine mittlere Katastrophe. War der März noch ein Monat der uns mit Sonne verwöhnt hat, so macht der April derzeit wirklich was er will. Für Sonntag & Montag waren tatsächlich Schneefälle und Minusgrade vorhergesagt.

Freitag früh ging’s los! Von Nürnberg aus sind es ca. 70 Kilometer bis zum Angelplatz. Ca. 45 Minuten später waren wir vor Ort und die Schlepperei begann. Nachdem unser Camp eingerichtet war, konnten wir zum gemütlichen Teil der Karpfenangelei übergehen. Freitags saßen wir noch vor den Zelten, zusammen mit einem weiteren Kumpel von Max, der zumindest einen Tag mit uns gefischt hat, allerdings am Abend wieder zurück nach Hause musste. Für mich war das der Moment, in dem ich meine Ruten auf die “finalen Positionen” ausgebracht habe. Bisse hatten wir bis dahin noch nicht zu verzeichnen. Da wir nicht gewusst haben, wann das letzte Schiff kommt, haben wir uns nicht getraut vor Mitternacht die Augen zu schließen. Um punkt halb eins kommt dann der erste Biss. Ein recht cooles Panorama – Der Kanal, dazu im Hintergrund die Brücke und das alles im Mondschein, der so hell war, dass wir nicht Mal die Kopflampen gebraucht haben.
Keine zehn Minuten später lag das erste richtige Kampfschwein des Jahres vor uns im Kescher und wir konnten Max’ neue Abhakmatte direkt richtig einweihen. Ein 20 Pfund Schuppenkarpfen konnte meinem Bolie nicht widerstehen. Mit einem seeligen Grinsen habe ich die Montage wieder ausgebracht und mich schlafen gelegt. Der Rest der ersten Nacht ist ruhig geblieben.

Der Samstag morgen begann mit dem Fotoshooting und einer Tasse Kaffee direkt im Anschluss. Die Wassertemperatur im Kanal war rapide gesunken, so dass der Karpfen extrem kalt war und ich echt froh war, dass ich mir die Hände wärmen konnte.
Max und ich haben unsere Plätze neu gefüttert und anschließend die Taktik bzw. das weitere Vorgehen besprochen. Gegen Mittag meldete sich meine Sounderbox erneut so dass ich im Sprint aus dem Zelt beinahe meinen Silhouette in der Zelttür hinterlassen habe. Der Fisch hing Gott sei Dank sicher und einen tollen Drill später konnte ich einen 22 Pfünder auf die Matte legen, mein neuer PB.

 

Wir hatten zwar relativ wenig Schiffsverkehr, allerdings doch immer wieder starke Strömung die gerade das Angeln für Max nicht leicht gemacht hat, weil er seine Köder auf der anderen Kanalseite angeboten hatte und die Bissanzeiger im Minutentakt piepten – trotz “harter Einstellung”.

Am Samstag Abend hat es dann tatsächlich angefangen zu schneien und die Motivation sank mit jeder Flocke! So etwas will man an Ostern nicht mehr erleben, schon gar nicht wenn man einen Angelausflug über Nacht macht. Wieder mussten wir bis Mitternacht auf das letzte Schiff warten, ehe wir uns schlafen legen konnten. Dass ich zu diesem Zeitpunkt schon durch den Schnee in mein Zelt gestapft bin, habe ich erst am nächsten Morgen bemerkt. Der nächste Morgen begann um 05:30 als ich zufällig wach geworden bin, und meinen Bissanzeiger gehört habe. Die Sounderbox hatte aus Temperatur-Gründen die Arbeit verweigert. Nicht schön. Ich weiß jetzt, warum man für gute Funkbissanzeiger 400 Euro und mehr ausgibt.
Als ich aus dem Zelt gestürmt bin, war es als wäre ich gegen eine Wand gelaufen. Bevor Max den Kescher nur angefasst hatte, habe ich ihn gebeten meine Jacke aus dem Zelt zu holen. In der Zwischenzeit begann ein harter Kampf für mich, da mein Gegner sich mit dem 140 Gramm-Blei in der Steinpackung festgesetzt hatte. Ich konnte den Fisch nur meterweise näher ans Ufer holen, in dem ich die Bremse festgehalten habe und drei-schrittweise rückwärts gelaufen bin. Im Nachhinein ein Fehler – denn es kam wie es kommen musste, die Schnur gab nach und ich habe einen schönen Fisch verloren.

Gegen Sonntag Früh hatten wir dann eine Pechsträhne und massenhaft Montagen verloren. Ich habe innerhalb einer Stunde drei Mal neue Vorfächer binden müssen und Bleie “verschwenden”. Bei Max sah’s nicht anders aus. Sonntag Mittag war die Motivation dann schon relativ weit gefallen, so dass wir uns entschieden haben abzubauen. Trotz der Schwierigkeiten und des miesen Wetters haben die beiden Fische den Ausflug für mich zu einem gelungenen Wochenende gemacht.

Lead Clips: Was ist das und warum gibt es Sie?

März 29th, 2012 by Achim

Bis vor einiger Zeit, habe ich mir immer wieder die Frage gestellt, warum man eigentlich mit Lead Clips (dt. Blei Clips) fischt, was das ist, und welche Unterschiede es gibt.
Der Reihe nach.

Was ist ein Lead Clip?
Ein Lead Clip ist ein kleines, aus drei Einzelteilen bestehendes System zum Karpfenangeln.
Teil 1 ist der Clip, Teil 2 ist der Tail Rubber, Teil 3 ist die Rig Tube. In den Clip wird das Blei eingehängt und mit dem Tail Rubber verschlossen.

Warum Lead Clips?
Stell dir vor, du hast einen Biss auf deiner Karpfenrute. Du merkst wie der Fisch in Richtung überhängende Bäume oder Seerosen flüchtet und kannst ihn nicht davon abhalten. Setzt sich das Blei dabei in einem Hindernis unter Wasser fest hast du praktisch keine Chance den Fisch noch zu landen. Bei Korda auf der Website, habe ich eine tolle Illustration dazu gefunden.
Wenn der Fisch in das Hindernis geschwommen ist und das Blei festhängt, gehen durch den Zug auf die Schnur der Tail Rubber und Clip auseinander. Der Fisch schwimmt nach vorn weiter das Blei bleibt an Ort und Stelle und flutscht aus dem Clip. Der Fisch ist frei.

Die Tube bzw. der Silikonschlauch verhindert dabei, dass sich das Rig (also das Vorfach + Haken) um die Hauptschnur wickelt. Der Schlauch hat allerdings noch eine weitaus wichtigere Funktion: Fische im Drill wickeln sich immer wieder um die Hauptschnur und können sich dabei Schuppen ausreißen. Mit dem Silikon um die Schnur, wird das verhindert.

Welche Unterschiede gibt es?
Die “Bauteile” für eine Lead Clip-Montage bekommst du von praktisch allen führenden Herstellern (Fox, Korda, MAD, usw.). Das System von Fox unterscheidet sich beispielsweise zu dem von MAD dadurch, dass bei Fox die Wirbel und die Clips durch einen kleinen Sicherungsstift miteinander verbunden werden. MAD und Korda wiederum verzichten auf diesen Sicherungsstift.
Der Sicherungsstift hat Vor- und Nachteile. Ein Vorteil ist, dass sich das Plastik des Clip unter Wasser ausdehnt und der Swivel (Wirbel zwischen Hauptschnur und Vorfach) nicht mehr richtig festsitzt. Der Sicherungsstift verhindert dann, dass man unfreiwillig ein “running rig”, also eine Freilaufmontage im Wasser hat, wenn man das nicht möchte. Ein Argument gegen den Sicherungsstift möchte ich allerdings auch liefern: Gehen wir davon aus, dass dir die Hauptschnur beim Werfen oder im Drill reißt (aus welchen Gründen auch immer). Der Karpfen hätte ohne den Stift ganz einfach die Möglichkeit, die Schnur durch die Tube zu ziehen und ohne Blei weiter zu schwimmen. Mit dem Sicherungsstift, zieht er erst Mal die gesamte Montage hinter sich her, bis der Clip aufgeht und zumindest das Blei weg ist – oder er alles loswird.

    

Beide Versionen haben Vor- und Nachteile. Welche du einsetzen möchtest hängt von dir ab. Einzig einen wichtigen Tipp kann ich dir geben. Kaufe Clips, Tailrubbers und die Tube nur vom gleichen Hersteller. Sonst kann es dir passieren, dass gerade Tube und Tail Rubber nicht ineinander passen.

Ich persönlich habe keinen klaren Favoriten. Ich habe sowohl das System von Fox, als auch das von MAD.

Erste Lang-Session im Jahr 2012

März 26th, 2012 by Max

Freitag, 12:00Uhr endlich Feierabend, jetzt konnte mich nichts mehr aufhalten rein ins Auto und ab nach Hause. Zuhause angekommen das gesamte Tackle im Auto verstaut und los an den ca 3,5ha Weiher. Die erste Wochenend-Session stand an.

Gegen 14.00 Uhr war ich dann am Parkplatz, wo Patrick schon auf mich wartet. Jetzt begann der schlimmste Teil der Session, dass schleppen an den Angelplatz. Nach dem die Zelte aufgebaut und die restlichen Dinge gut verstaut waren sprachen Patrick und ich kurz darüber wie wir unsere Ruten am Geschicktesten verteilen um zu sehen wo sich die Fische derzeit aufhalten. Patrick fischte im etwas seichteren Weiherabschnitt. Die eine Rute war ca. 1m vom Ufer entfernt mit einem Carptrack Liver Half`n  Half als Köder. Die zweite Rute lag mittig in der Flachwasserzone bestückt mit einem Strawberry Pop-Up von Gorilla Baits.

Meine Ruten lagen im etwas tieferen Wasser. Das Chod Rig mit einem Chili-Pineapple Pop-Up lag ziemlich Ufernah auf Höhe des Futterplatzes, der mit 14mm Boilies, 20mm Halibut Pellets, Mais und Nash Soluballs, welche sich vollständig auflösen und somit fressende Fische imitieren, präpariert wurde. Die zweite Rute lag im mittleren Seebereich auf der Höhe des Übergangs vom Flachen ins tiefere Wasser. An dieser Rute fische ich einen Snow-Man mit einem Carptrack Liver Boilie von Imperial Baits, kombiniert mit einem 15mm Source Pop-Up. Währendessen kam auch Christian und baute seinen Brolly und die Ruten auf. Christian fischte ebenfalls im tieferen Bereich des Sees rechts von mir. Er fischte Murmeln der Köderschmiede Black Label Baits.

Nach dem alle Ruten im Wasser waren wurde Zeit für das Abendessen, diesmal gab es Zwiebelschnitzel mit Nudeln. Nach diesem Gaumenschmaus waren wir gut gestärkt und  begann das warten auf den ersten Run.

Es war kurz nach sieben, als Christian seine Ruten ohne einen Run gehabt zu habe wieder einholte, da er noch in die Nachtschicht musste. Er kam erst wieder am nächsten Morgen direkt nach der Arbeit. Patrick und ich vertrieben uns die Zeit mit Tee kochen, denn es wurde dann doch ziemlich kalt.

Um 21.00 Uhr rief  Achim an und teilte überraschenderweise mit, dass er jetzt spontan noch raus ans Wasser kommt, um mit uns dort was Wochenende zu verbringen. Gesagt getan, 1,5 Stunden später traf Achim ein, baute auf und warf an beiden Ruten The Source von Dynamite Baits  in die Fluten. Eine auf dem Futterplatz, die andere als Bonus mit PVA in der Mitte.

Kurz vor 23:00 Uhr, als wir noch im Zelt saßen und plauderten, erklang der lang ersehnte Dauerton von Patricks Sounderbox. Die linke Rute, welche nah am Ufer lag, lief ab. Nach kurzem Drill konnte Patrick einen kleinen 4Pfd, Schuppi landen.

Die restliche Nacht verlief leider ohne weitere Aktionen, ich wachte erst wieder auf, als Achim Samstagmorgen um 7 seine Ruten neue ausbrachte und dabei nicht seine Bissanzeiger ausmachte. Demzufolge stürmten Patrick und ich wie von der Tarantel gestochen aus unseren Bivvies um feststellen zu müssen, dass Achim seeleruhig seine Fox Mk2 einstellte. Bei der Gelegenheit merkten wir auch gleich, dass sich Christian still und heimlich unter seinem Brolly schläft. Er schaffte es komischerweise nach der Arbeit seine Ruten auszubringen ohne alle in Panik zu versetzen. Naja gut was soll’s erstmal nen Kaffee und Pfannkuchen.

Der Vormittag verlief  relativ ruhig, bis auf das Patrick noch einen Satzkarpfen auf die Rute in Ufernähe fing. Da ich bisher keinen Run verbuchen konnte, änderte ich meine Taktik. Der Pop-Up am Chod Rig wurde durch einen in Carptrack Amino Gel Banane eingelegten pinken V-Pop ersetzt und etwas weiter draußen präsentiert. Die andere Rute wurde komplett erneuert, d.h. ein Solid Bag (PVA-Beutel) vom Korda, gefüllt mit 4mm Carp-Pellets und halbiere 14mm Boilies vom Bait Service Straubing. Als Hookbait diente ebenfalls der 14ner Boilie.  Die Taktik ging auf, am Nachmittag konnte ich zwei Satzkarpfen, allesamt Spiegler fangen. Achim wendete die allseits bekannte Großfisch-Taktik Dosenmais an ;-) . Dadurch konnte auch er im Laufe des Nachmittags ebenfalls zwei Spiegelkarpfen mit schönem Schuppenkleid überlisten.

Abends gab es dann Bratwurst mit Sauerkraut zur Stärkung, an der Stelle mal ein großes Lob an unsren Gaskocher-Beauftragten Patrick. Nach dem Essen besprachen wir die Taktik der letzten Nacht. Sie sah wie folgt aus, die Plätze wurden beibehalten, Patrick fischte weiterhin wie gehabt. Achim wechselte den Source mit einem Carptrack Liver Boilies aus, diesen feuerte er mit einem PVA-Mesh gefüllt mit halbierten Liver-Boilies und Soluballs in die Mitte des Weihers. Danach saßen wir im Zelt und ließen den letzten Abend mit ein paar Bierchen ausklingen.

Sonntagmorgen 09.00Uhr der Wecker klingelt, Fuck, schon wieder die Nacht durchgeschlafen ohne jegliche Aktion. Woran es lag? Keine Ahnung! Wir packten zusammen und fuhren gegen halb 1 nachhause, wo eine Dusche und gerilltes auf mich warteten.

Trotz alledem war es ein super geiles Wochenende mit Achim, Patrick und Kurzzeit-Fischer Christian, an dem viel gelacht wurde.

Am Ende meines ersten Berichtes möchte ich mich dir kurz vorstellen. Mein Name ist Max, ich bin 20 Jahre alt und kenne Achim aus dem Fischereiverein, bei dem ich seit 2008 Mitglied bin. Angler bin ich seit meinem 6. Lebensjahr erst auf Forellen, danach Weißfische und Karpfen. Speziell auf größere Karpfen angel ich erst seit 2 Jahren. Ab sofort werde ich hier ein paar Berichte schreiben. So viel zu meiner Person,ich hoffe der Bericht hat euch gefallen. Zum Abschluss noch einer  meiner Karpfen von diesem Wochenende

Gruß Max