Grausam!

Manuel und ich waren von Freitag früh 08:00 Uhr bis Samstag 09:00 Uhr durchgehend fischen. Der Freitag hat noch ganz gut angefangen, kein Regen, aber nur 8°. Gegen 09:00 hat Manuels Raubfischpose den Tauchgang gewagt was uns einen kurzen Drill mit doofem Ende beschert hat. Leider ist das Vorfach durchgebissen gewesen, weil wir’s ohne Stahl mit Ryderhaken versucht haben. (nicht selbstgebundenes Hartmono)

Gegen Mittag, ich schätze 12:30, ging dann meine Raubfischpose, was einen 48er Hecht zu Tage gefördert hat. Auch ich habe mit Ryderhaken gefischt, allerdings an doppelt gepflochtenem Vorfach. Der Haken saß Wunderbar im Mundwinkel, so dass der kleine wieder zurück in sein Element konnte. Nach diesem Biss habe ich dann meine Karpfenmontage eingeholt, und einen Wurm an einer ultraleicht-Pose zu Wasser gelassen. Eine 30er Schleie hat diesen Dankbar angenommen, was dann auch unser Abendessen dargestellt hat ;-) . Seit ca. 10:00 Uhr hatten wir durchgehend Regen, der immer stärker wurde. Weil das aber noch nicht genug war, kam auch noch Wind dazu!

Den Nachmittag über hatten wir überhaupt keine Aktivität mehr, deshalb haben wir uns entschieden für die Aal-Fischerei den Weiher zu wechseln. Ab ca. 17:30 waren wir dann, wie beschrieben, am nächsten Weiher und haben die Montagen für die Nacht vorbereitet. Glücklicherweise hatten wir einen Minigrill dabei, der uns die Nacht durch als Wärmequelle gedient hat. Ab 22:00 Uhr wurde es richtig finster, aber die Aale um so aktiver. Auf praktisch vier Posen permanent Geschiebe und Zupfer. Knapp 15 Minuten konnte ich den ersten Aal landen, wobei “Aal” etwas übertrieben ist. Schnürsenkel dürfte es eher treffen. Eine knappe dreiviertel Stunde später ging meine Pose wieder auch Tauchfahrt, ein Zwergwels war hier der Schuldige. Wie die Zwergwelse in unser Vereinsgewässer gekommen sind, weiß aber nur Gott. Jedenfalls war laut meinem Auto die Außentemperatur mittlerweile auf 4° gefallen, so dass Manuel und ich abgebrochen haben und die Schlafsäcke bevorzugten.

Der nächste Morgen begann um kurz nach fünf, allerdings ging bis 09:00 Uhr nur noch ein 55er Schuppenkarpfen auf mein Hundefutter.

Das Resümee fällt also eher negativ aus:
1. Ich werde NIE WIEDER am Weiher übernachten, wenn wir die Eisheiligen haben.
2. Ohne den Grill als Wärmespender, wären wir vermutlich um 22:00 Uhr nach Hause gefahren.
3. Wenn ihr bei absehbar kaltem Wetter am Weiher übernachtet, nehmt euch etwas zum Wasser warm machen mit! Ein Kaffee oder Tee schmeckt niemals so gut, wie wenn man durchgefrorern ist.
4. Ryderhaken reichen aus um Hechte zu landen, und sind sogar besser wenn man mit Fischen rechnen muss, die das Schonmaß noch nicht erreicht haben.
5. Beim nächsten Mal wird’s besser.

PS: Ich hoffe, dass es heute auch 4:0 für Nürnberg (ich aus Nürnberg, Manuel aus Augsburg) ausgeht. ;-)

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