Saison-Abschluss ohne Glück

Vergangene Nacht habe ich zusammen mit MAD-Teamangler Fabian Windisch das letzte Mal in diesem Jahr auf Karpfen angesessen.

Da ich meinen bestwert aus dem Frühjahr unbedingt noch ein Mal überbieten wollte, haben wir uns einen in der Karpfenszene sehr berühmten, unglaublich schönen Baggersee in der Nähe von Nürnberg ausgesucht.

Kurz vor fünf gestern sind wir am Gewässer eingetroffen und wollten an einem von Fabians Lieblingsplätzen aufbauen, doch sofort ist der Supergau augenscheinlich geworden. Es waren bereits ca. zehn Camps um den See verteilt, da heute in Bayern Feiertag ist – und so blieb uns nur der denkbar schlechteste Platz, so dass wir auf ca. sieben Metern Wassertiefe die Ruten ablegen mussten.
Wir hatten wie bereits erwähnt so und so kaum die Chance gegen die Futterplätze der Konkurrenz anzukommen und haben uns zu einer Vielfutter-Taktik entschieden. Pro Rute ca. zwei Kilo Boilies und 5 Kilo Partikel sollten die Karpfen zumindest auf unsere Plätze aufmerksam machen.

Während Fab die Ruten abgelegt hat, habe ich mich um den Aufbau unseres Camps gekümmert. Mit freundlicher Genehmigung meines Arbeitgebers haben wir den neuen Space Dome G2 geliehen, in dem wir bequem zwei Liegen + Taschen und Eimer verstauen konnten. Eine Zeltheizung hat die recht kalten Nachttemperaturen sehr erträglich gemacht, so dass wir ca. 23 Grad im Zelt hatten. Bei solchen Konditionen ist ein Ansitz im Winter kein Problem mehr – ich werde mir definitiv auch eine Zeltheizung zulegen. Keine Frage.

Mit NicNacs und Glühwein haben wir versucht die Wartzeit zu verkürzen, allerdings waren auch vier Stunden später außer einem kurzen Take auf meiner Rute keine Aktivität zu verzeichnen, so dass wir uns entschieden haben zu schlafen. Das nächste Mal habe ich die Augen um 05:43 aufgemacht, allerdings nicht weil ein Bissanzeiger Alarm geschlagen hatte, sondern weil Regen eingesetzt hat.

Die 20 Schnüre die Rings um den See verteilt waren, haben die Karpfen die hier bereits einiges gewohnt sind, vollends abgeschreckt. Auf keinem anderen Platz konnte ein Fisch gefangen werden, so dass wir kurz nach Mittag abgebaut haben.
Schade, ich hatte mir einen Ereignisreicheren Saison-Abschluss gewünscht. Leider habe ich den kommenden Wochen keine Zeit mehr einen weitere Ansitz durchzuziehen, so dass ich heute mein Tackle für den Winter eingemottet habe. Dazu kommt, dass wir gestern nur noch neun Grad Oberflächen-Temperatur hatten und die Karpfen ab ungefähr acht Grad fast keine Nahrung mehr aufnehmen, weil sie ihren Stoffwechsel runterfahren.

Vielen Dank an dich Fabian! Trotz der Tatsache dass wir geblankt haben, war’s ein klasse Ausflug! Und nächstes Jahr holen wir die Dicken raus!
Tight Lines!

Leave a Reply