Den Sturm unterschätzt….

Mund abwischen, weitermachen – oder anders gesagt: Aufstehen, Krone richten, weiterlaufen.
Mensch ich ärgere mich maßlos, ich habe mich sooo lange auf diese Woche angeln gefreut, jetzt sitze ich zuhause und kann über das unrühmliche Ende eines Trips schreiben der noch drei Tage länger gehen sollen als er eigentlich ging.

Der Urlaub hat zwar schon denkbar schlecht angefangen, aber ich hab für Freitag alles an Motivation und Vorfreude zusammengepackt dass nach der Botschaft vom Donnerstag Abend noch übrig war und habe mich auf den Weg an mein geliebtes Donau-Altwasser gemacht. Bis Mittag war mehr oder weniger alles am Platz so dass ich anfangen konnte die Ruten abzulegen. Wenig Boilies, etwas Hanf und Weizen sollten es richten. Manuel kam am Abend nach und als ich ihn am Abstellplatz für die Autos empfangen habe um beim Tragen zu helfen meldet sich mein Receiver das erste Mal. Nach einem kurzen Spurt über knapp 350 Meter konnte ich die Rute aufnehmen und nach einem kurzen Drill einen kleinen Döbel landen. Ein zweiter folgte ca. drei Stunden später.

Die Nacht blieb ruhig und wir haben verschiedene Köder-Taktiken probiert, Single Hookbait (also einen einfachen Boilie), einen Snowman, (Boilie+Popup), verschiedene Größen sowie einen einfachen Popup. Für den Samstag haben wir dabei erst Mal nichts umgestellt und die gleiche Taktik weiterverfolgt. Bei herrlichem Sonnenschein konnten wir einen tollen Samstag Nachmittag verbringen der mit Döbel #4 endete. Wie schlecht das Wetter wirklich werden würde, konnten wir uns zu diesem Zeitpunkt nicht vorstellen. Nach Einbruch der Dunkelheit konnte ich den ersten und leider auch einzigen Karpfen landen. Im späteren Verlauf des Abends verzeichnete ich einen Fallbiss der mir einen neuen PB einbrachte. Eine schöne Schleie um die 2-3 Kilo hatte sich den Snowman einverleibt und mir ein seeliges Grinsen beschert. Den Rest der Nacht blieb es ruhig bis Manuel in der Früh eine enorm große Brasse die bereits vollen Laich-Ausschlag zeigte landen.

In der Zwischenzeit hatten wir Windböen bis zu 60 Km/h die schon beachtlich am Zelt gerüttelt hatten. Im weiteren Verlauf des Tages haben wir nicht mehr gefüttert sondern die Ruten nur noch auf die Plätze zurück gebracht weil auch die Temperaturen in den Keller gingen. Bis zum Abend hatten wir noch zwei weitere sehr große Brassen gelandet. Die vielen Blesshühner auf dem Wasser die zielgerichtet nach unseren Ködern getaucht sind haben uns das Angeln nicht leichter gemacht, zumal wir mehrere Takes dadurch verzeichneten.

Am Abend drehte der Sturm richtig auf so dass es bereits bedenklich bei uns im Zelt wurde. Das mulmige Gefühl dass das kein gutes Ende nehmen würde beschlich mich zusehends, so dass wir ca. 20:30 schon 80 Km/h Windböen hatten. Angesagt für den Montag waren Geschwindigkeiten von bis zu 100 Km/h. Nach kurzer Diskussion entschieden wir uns dazu abzubauen weil das Risiko für Schäden bzw. Unfälle einfach zu hoch geworden ist. Ich muss mein Glück nicht herausfordern.

Am Freitag geht’s weiter an einen Baggersee, Mal sehen ob’s da besser läuft.

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