Ostern 2015, -8 Grad und 10 Karpfen

Ostern 2015 liegt nun hinter uns, und ja, was soll ich sagen? Ich habe gehofft dass wir nach drei Jahren endlich wieder Mal anständiges Wetter bekommen – hätte hätte Fahrradkette. Ich habe in dieser Woche Urlaub alles erlebt. Orkan, Sturm, Regen, Eis, Schnee… das sind alles Worte die ich mir nicht gewünscht hätte wenn ich auf die letzten Tage zurückblicke.
Besonders das Debakel am Altwasser würde ich gern aus dem Gedächtnis streichen, aber man lernt ja aus Fehlern.

Am Donnerstag hatte ich für meine Jugendgruppe ein Angeln organisiert, welches allein durch das Wetter völlig daneben ging. Bereits einen Tag vorher habe ich mit den Vorbereitungen für das eigentliche Osterwochenende begonnen und Hanf eingeweicht und Donnerstag gekocht. Direkt nach der Gruppenstunde habe ich mich auf den Weg zum Baggersee gemacht. Leider konnte ich auf der Autobahn bereits den Schneesturm durchfahren, bei dem ich meinen MAD Space Dome aufstellen musste. Am See selbst blieb aufgrund des regen Andrangs nicht viel Platzwahl übrig, so dass ich noch vor vollständiger Dunkelheit das Zelt aufstellen konnte.

Für die Nacht habe ich zwei Ruten mit dem Futterboot auf gut Glück in die Seemitte gesteuert um auf ca. 8 Metern die Montagen abzulegen. Beide Ruten brachten in der ersten Nacht Fisch, was mich doch überrascht aber auch gefreut hat. Nach den Erlebnissen der Vorwoche war es Balsam endlich wieder einen Vollrun auf dem Receiver zu hören und zwei Karpfen auszudrillen.
Am nächsten Vormittag kam Manuel dann auch zum See, so dass wir ab Vormittags wieder zu zweit am Wasser waren. Nach dem Aufbau habe ich auch das Boot zu Wasser gelassen, und die Ruten dieses Mal ohne Sturm punktgenau ablegen zu können. Wie sich kurze Zeit später herausstellt, genau die richtige Wahl, denn ein 15er Dynamite Baits „The Source“ lief um kurz nach elf ab und brachte mir den schwersten Fisch des Ansitzes. 12,5 Kilo auf der Habenseite am 4. April – damit kann ich gut leben 😉

Oster-Karpfen Oster-Karpfen Oster-Karpfen Kalter Ostersonntag

Der Tag lief gut weiter, so dass ich noch drei weitere Fische, darunter einen Spiegler mit 11,5 Kilo, landen konnte. Der Source-Boilie hat dabei sämtliche Fische produziert. Zusätzlich habe ich je zwei kleine Schaufeln aufgekochten Hanf und Weizen gefüttert und irgendwas zwischen fünf und zehn Boilies in verschiedenen Größen.

In der kommenden Nacht hat Manuel sich dann als Brachsen-König etabliert und konnte vier wahrhaftige Klodeckel um die 1,5 – 2 Kilo landen. Sein persönliches Highlight lief ebenfalls in der Nacht ab, ein 11 Kilo Spiegler der seinen neuen PB darstellt.

Erstaunlich fand ich über die Tage hinweg, dass es Nachts auf meinen Futterplätzen relativ ruhig war, aber tagsüber die Fische liefen. So konnte ich noch einen weiteren Spiegler um die 11 Kilo landen. Zwischenzeitlich liefen auch endlich meine Waterworld Hippos, so dass ich auch hier drei Fische auf der Habenseite verbuchen kann. Das ganze Wochenende über brachten 15er Single Hookbaits mehr Fische als aufgepoppte. Nur einen Fisch konnte ich auf einen 20er Snowman fangen.

Negatives Highlight stellte am Sonntag Morgen ein weiterer Spiegler dar, der bei -8 Grad alle Ruten abgeräumt hat. Nie im Leben war ich glücklicher eine Zeltheizung zu haben als in dem Moment als ich zurück im Zelt war. Aus dem Tiefschlaf gerissen zu werden und dann so ein Chaos entwirren zu müssen, war meiner Laune nicht gerade förderlich. Ein weiterer Aspekt unter der Rubrik „Again what learned“ ist dass der Druckregler meiner Heatbox richtig mistig arbeitet so bald die Temperatur außen auf unter 0 Grad fällt. Das äußert sich derart, dass die Zündflamme anfängt zu flackern und man die Temperatur nicht mehr nach unten regeln kann. Es gibt dann nur noch Vollgas oder aus.

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