Vom Frühjahr zum Sommer, meine Futtertaktik ändert sich

Ostern ist schon wieder einen Monat her, seitdem hat der Frühling den Turbo eingelegt. Überall kann man deutlich sehen dass die Bäume im satten Mai-Grün stehen, die Wassertemperatur hat zweistellige Werte erreicht.
Aufgrund der eben erwähnten Temperaturen habe ich die Futtermenge deutlich erhöht, allerdings nicht bei Boilies, sondern bei den Partikeln. Im Gegensatz zu den Ostertagen habe ich dieses Mal keinen Weizen mehr gefüttert, sondern über fünf Tage verteilt knapp fünf Kilo Tigernüsse und drei Kilo Hanf.
Die Partikel weiche zwei Tage bevor ich ans Wasser fahre über Nacht und koche diese am Tag bevor ich ans Wasser fahre. Um diesen Prozess etwas zu beschleunigen habe ich mir im vergangenen Sommer einen Einkoch-Automaten besorgt, so krieg ich in der Regel direkt bis zu fünf Kilo gekocht.

Die Wettervorhersage für das lange Wochenende um den ersten Mai war wie mittlerweile jedes Mal wenn ich zum Angeln will mehr als dürftig. Zwei Tage Dauerregen, ein Tag durchaus passable Konditionen. Mir ist das in der Zwischenzeit fast egal, weil’s schon beinahe zur Gewohnheit wird, schön ist dennoch anders.

Donnerstag Abend, später als geplant aus dem Büro gekommen aber Manuel war bereits da und hat das Camp eingerichtet. In dem Moment in dem ich meine Liege ins Zelt räume bekommt Manu den ersten Vollrun. Ein gutes Omen – ein kleinerer Schuppi war der Abnehmer. Bereits in der ersten Nacht konnte ich drei Fische fangen, der Schwerste mit 12.5 Kilo. Manuel konnte ebenfalls einen schönen Schuppi fangen und stellt gleichzeitig seinen neuen PB dar.

Die erste Nacht brachte stündlich Fische, und wir dachten das geht erst Mal so weiter. Tagsüber lief dann gar nix mehr, so dass ich Abends neue Spots ausgesucht habe. Einen Futterplatz habe ich seit Donnerstag Abend mit Tigernüssen, Boilies und Hanf aufgebaut, aber noch nicht befischt. Wie sich am Samstag Abend zeigen sollte eine goldrichtige Entscheidung.

Am Freitag Abend konnten wir nach einem Tag Ruhe wieder Fische fangen, wobei auch dann bis zum kommenden Morgen kaum Fischaktivität zu Verzeichnen war. Samstag früh wurde das Wetter endlich besser, was sich auch sofort auf den Futterplätzen bemerkbar gemacht hat. In kurzer Abfolge konnten wir drei Fische landen die sich nun mittlerweile vollends auf die Tigernüsse eingeschossen hatten. Pro Rute hab ich noch ca. 10-15 Boilies gefüttert was sich als genug herausstellte. Am späten Nachmittag lief erneut die Rute mit einem aufgepoppten GLM von Naturebaits, was mir einen 13 Kilo schweren Spiegler beschert hat. In Folge dessen habe ich nun die erste Rute auf dem seit zwei Tagen hochgezogenen Futterplatz abgelegt. Ein süßer Boilie mit Pistaziengeschmack sollte es richten und tat das nach gerade Mal 15 Minuten auch schon. Innerhalb von kürzester Zeit lief die Rute zwei weitere Male.

Nachts um drei lief wieder die GLM-Rute ab, schon kurz nach dem Aufnehmen wusste ich dass der Fisch deutlich größer ist, als alle vorhergehenden. Immer wieder hat er die MAD Morpheus bis ins Handteil krumm gezogen und hat die steile Uferkante voll ausgenutzt. Knappe 15-20 Minuten konnte ich meinen 30+ dieses Jahr landen. 17 Kilo bringt der Spiegler auf die Waage, und mir ein seeliges Grinsen ins Gesicht.

Mittlerweile konnte ich nur noch Boilies füttern weil die Tigernüsse schon alle aufgebraucht waren, allerdings tat das der Fischaktivität keinen Abbruch. Glücklicherweise konnte ich dann allerdings doch noch vier Stunden schlafen. Gegen zehn in der früh lief erneut meine GLM-Rute und ein 15.5 Kilo schwerer Schuppi hat das perfekte Wochenende für mich abgerundet.

Es geht nun scheinbar richtig los, die Fische fressen und die Wassertemperatur geht weiter nach oben. Die nächsten Wochen können richtig fischreich werden – ich freu mich. Die kommenden Wochen stehen für mich eher im Zeichen der „short overnighters“, heißt ich werde keine langen Ansitze machen, sondern immer wieder nur eine, maximal zwei Nächte unter der Woche fischen.

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