Über Fronleichnam zum Karpfenangeln am Katlov

Unzufrieden, aaargh, Again what learned… schon wieder.
Ihr merkt es, ich schreibe hier nicht nur ich kam, ich sah, ich fing, sondern ich teile auch meine negativen Erlebnisse. Negativ? Naja, so negativ war’s eigentlich gar nicht, und auch gar nicht so unerfolgreich, aber unter diesen Umständen… nein, ich kann nicht zufrieden sein.

Was ist passiert? Wir waren zum Karpfenangeln in Tschechien. Am Katlov, einem See der dem international bekannten Angler Jakub Vagner gehört. Und wir haben auch gefangen, aber es war deutlich mehr drin. Es ist ein echt geiler See, komplett neu angelegt mit top gepflegten Angelplätzen, künstlichen Inseln, Stegen, Toiletten und Duschmöglichkeiten. Nicht Mal Boote muss man als Gast mitbringen, die gibt es nämlich vor Ort. Genauso wie Abhakmatten, Kescher und Karpfensäcke. Man kann sich mit warmen und kalten Speisen versorgen lassen, Getränke und sogar mit gekochten Partikeln oder Boilies. Und falls es ganz bequem sein soll kann man sich sogar gegen einen kleinen Aufpreis am Flughafen in Prag abholen lassen und bekommt direkt vor Ort die komplette Leih-Ausrüstung für die Dauer des Aufenthalts. Die Jungs vor Ort kümmern sich dabei absolut super um die Gäste, so dass es wirklich an nichts mangelt. Wir haben uns für die Plätze 6&7 entschieden.

Der Katlov und seine Angelplätze im Überblick:

Katlov Angelplätze

Bereits letzte Woche war die WCC Junior in Katlov mit Teilnehmern aus vielen verschiedenen Ländern, es war aber in der Tat die Eröffnung des Sees für die Anglerschaft. Der See selbst ist mit knapp 500 Fischen besetzt, die kleinsten um die neun Kilo. Vor der Laichzeit gibt es durchaus Fische welche die 23 Kilo Marke knacken können und diese wird in den kommenden Jahren definitiv stetig nach oben korrigiert werden weil diverse Leute einen hohen Futtereintrag ins Gewässer verursachen. Darüber hinaus bietet das Gewässer jede Menge natürliche Nahrung für die Fische, was dem Wachstum obendrein noch helfen wird. Aufgrund eben genannter Zahlen geht auch schon hervor dass ich eigentlich auch gar kein schlechtes Durchschnittsgewicht gefangen habe…

Übrigens gibt es doch Fische die kleiner als neun Kilo sind, das sind dann aber bildhübsche Fullys, da spielt das Gewicht eher einen untergeordneten Faktor.

Am vergangenen Mittwoch sind wir am See angekommen und es war schon drückend heiß, leider waren wir allerdings erst gegen halb neun vor Ort, so dass wir in Eile und Hektik die Boote beladen haben und uns auf gut Glück zwei Angelplätze ausgesucht haben die relativ nahe beisammen liegen, so dass wir uns das lange Wochenende über zusammensetzen konnten. Ich habe bereits bei wenig Licht meinen Platz aufgebaut, und auf die Schnelle nach Spots gesucht auf denen ich in der Nacht meine Ruten ablegen sollte. Dass das Wasser unterm Boot nicht sonderlich tief war, habe ich auch bald gemerkt, aber zum Moven war mir das für den Abend einfach zu viel. Ich war platt von der Arbeit, der Fahrt und die Hitze hat mir den Rest gegeben. Also zwei Ruten auf Boilie, eine auf aufgepoppte Tigernüsse auf gut Glück in die Fluten. Als ich zurück am Ufer war habe ich noch auf die Schnelle was gegessen und mich schlafen gelegt. Noch vor Mitternacht lief die Tigernuss-Rute zum ersten Mal und ich konnte einen der neun Kilo-Fische fangen.

Mittlerweile lief ich auf Notstrom und ich habe die Rute einfach nur geworfen. Die Nacht blieb bis auf einen kurzen Take glücklicherweise ruhig, so dass ich am nächsten Morgen ausgeschlafen und mit mehr Aufmerksamkeit anfangen konnte die Ruten mit Sinn und Verstand zu platzieren. Zumindest dachte ich das. Das flache Wasser dass mir bereits am Abend vorher aufgefallen ist war allgegenwärtig. Der niederschlagsarme Winter ging auch hier nicht spurlos am Gewässer vorbei, so dass dem See im Moment gut 1.20 Meter zum Vollstau fehlen, was sich aktuell auch durch starken Grasbewuchs bemerkbar macht. Dennoch habe ich mich entschieden die Ruten in dichten Krautfelder im Flachwasser zu legen weil ich dort immer wieder Karpfen habe ziehen sehen. Am nächsten Tag habe ich einen Marker an einer der zahlreichen Krautkanten in 1.20m Wassertiefe platziert und mit Boilies aufgefüttert.

 

Nach ca. vier Stunden lief die Tigernuss-Rute erneut und ich konnte einen 14 Kilo Schuppi auf die Matte legen. Mittlerweile war die Hitze enorm und die Fische fraßen zu meiner Überraschung dennoch im Flachwasser, so dass ich in kürzester Zeit erneut auf die Tigernüsse einen Fisch um die elf Kilo verhaften konnte. Bereits am Vormittag konnte Max einen wunderschönen Fully Scaled überlisten. Definitiv einer der schönsten Fische die ich bisher gesehen habe. Auch Patrick konnte Bisse verzeichnen so dass wir eigentlich alle zufrieden waren.

In der Nacht konnte ich einen weiteren Fisch landen, Max und Patrick hatten mit viel Kraut zu kämpfen. Am Vormittag konnte Max einen wunderschönen 16 Kilo Spiegler zum Landgang überreden wobei die Fische für den Rest des Tages bei über 33° Luft-Temperatur erst Mal ins tiefere Wasser gezogen sind. Die Flachwasser-Bereiche rings um unsere Spots erreichten Tagsüber getrost Badewannen-Temperatur. Sobald Abends die Sonne unterging war allerdings richtig Alarm. In der Nacht liefen nun endlich auch die Boilie-Ruten und ich konnte zwei Karpfen um die zehn Kilo landen.

Am Samstag kam MAD-Teamkollege Philipp an und baute auf Platz 2 seine Ausrüstung auf und nahm sich bereits am Vormittag ausreichend Zeit um die Fische zu beobachten. Sein Vorgehen war deutlicher Geschickter so dass er bereits bis zum kommenden Morgen 15 Fische auf der Habenseite verbuchen konnte. Die Idee zu moven, also einen neuen Platz zu befischen hatte sich seit Freitag bei mir festgesetzt, allerdings war ich nach zwei weiteren Fischen in der Nacht von Freitag auf Samstag wieder optimistisch, außerdem wäre sonst für Max, Patrick und mich die Möglichkeit uns zusammenzusetzen nicht mehr gegeben, und es war schließlich seit über einem Jahr unser Ausflug zu dritt. Max konnte am frühen Samstag Morgen einen Schuppi mit knapp 17 Kilo landen, ein ultralang gezogener Fisch. Die Nacht von Samstag auf Sonntag brachte mir erneut drei Läufe, allerdings verlor ich auch meinen ersten Fisch im dichten Kraut, dennoch brachte der Sonntag für mich noch Mal je einen Spiegler und einen Schuppenkarpfen auf die Matte.

Warum bin ich nicht zufrieden? Ich denke es hätte wesentlich mehr laufen können wenn ich auf meine innere Stimme gehört hätte und den Platz gewechselt hätte. Das Angeln im Flachwasser war alles andere Produktiv wie die Fangzahlen von Philipp eindrucksvoll beweisen. Hätte, hätte Fahrradkette – ist nun Mal so, für’s nächste Mal weiß ich es besser. Der Ausflug mit Jungs war dennoch richtig schön, wir haben viel gelacht und endlich Mal wieder die Zeit gefunden uns zu dritt mit dem schönsten Hobby der Welt zu beschäftigen.

Der See ist ein Traum. Ich werde in Zukunft noch verdammt viel Zeit an diesem Ausnahme-Gewässer verbringen, besonders wenn im Herbst endlich der normale Wasserstand erreicht ist. Solltest du bzw. ihr Lust bekommen haben dort auch die Ruten zu versenken, könnt ihr mich gerne kontaktieren und kümmere mich um die Buchung für euch. Ihr könnt mit drei Ruten fischen, Catch & Release ist Pflicht, Schonhaken-Pflicht, Carp-Care (Kescher, Abhakmatte, Weighsling, Säcke) werden am See gestellt, das heißt ihr dürft keine eigenen Utensilien mitbringen weil die Gefahr von Fischkrankheiten minimiert werden soll. Weiteres könnt ihr bei mir auf Anfrage erhalten.

8 thoughts on “Über Fronleichnam zum Karpfenangeln am Katlov

  1. Hallo mein Name ist Rolf und ich möchte mal in Frühjahr am katlov fahren für eine Woche. Kannst du mir sagen was für Plätze gut im Frühling sind. Dankeschön Gruß Rolf

  2. Hallo Rolf,

    gerne! Im Frühjahr würde ich die Swims 7-9, oder 14-15 empfehlen. So März – Anfang April halten sich dort viele Fische auf, weil das Wasser dort flacher und dadurch deutlich wärmer ist.

    Grüße,
    Achim

  3. Hallo Achim,

    ich wollte mir nächste Woche mal den Katlov anschauen. kann man dort auch unangemeldet vorbeischauen, oder benötigt man eine Anmeldung ?

    Gruß Wolfgang

  4. Hallo Achim
    mein freund und ich haben in der letzten Juli woche den platz 14 für 7 tage gebucht.
    meine frage dazu wäre, wie schaut es auf dem Platz mit spots aus und wäre das möglci das man von diesen platz aus auch zu 3. fischen kann?
    was ich noch fragen wollte, gibt es da Feuerplätze wo man abends nach dem Grillen noch etwas am feuer sitzen kann?

    Lg Max

  5. Hi!

    Naja, ich würd da nicht quer über den ganzen See spannen, besonders nicht, wenn euch jemand gegenüber sitzt. Eine Feuerschale solltet ihr besser mitbringen, ich habe noch keine gesehen. Wir hatten letztes Jahr ’ne ähnliche Situation und da war es ganz gut, dass wir uns alle auf die Mitte des Sees als „Trennlinie“ verständigt hatten. Auf der 14 kannste direkt im Übergang vom tieferen Bereich ins Flachwasser fischen, ich hab da aber bisher nur eine Nacht gesessen.

  6. Hallo Achim,
    Ich bin min Juli 3 Wochen am Platz 5 und wollte dich fragen mit welchen Boilies (Geschmack/Marke) man gut Fängt?
    Zudem wo man die Ruten am Spot 5 ablegt?
    Danke im Voraus
    Gruß´Tobi

  7. Du bist drei Wochen auf Platz fünf?! Du bist ja drauf

    Ich war noch nie auf der fünf. Aber in drei Wochen Hast du genug Zeit zum Experimentieren. Das mit den Geschmacksrichtungen kann ich pauschal nicht beantworten. Ich hab im Juni auf Hippos beinahe alles gefangen, im August auf C1. Also Fischig oder süß, geht beides.

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