Summerdays = Happy Days

Zwei Wochen Urlaub sind vorbei, es war Badewetter und ich? Ja, ich war Angeln-Baden. Die Hitzewelle Ende Juni / Anfang August konnte ich effektiv nutzen um meinen Sommerurlaub richtig fischreich zu gestalten. Durch einen Umbau meiner Pläne in letzter Minute stand ich auf einmal vor zwei Wochen „freier Platzwahl“, und habe einfach spontan in den Tag hineingelebt und entschieden welche Gewässer ich befischen will. Freitag Abend zuerst auf’s Onkelz-Konzert nach Hockenheim und nachdem ich anschließend am Samstag erst Mal gemütlich ausgeschlafen habe, hab ich mein Angelzeug gepackt und bin zum Baggersee gefahren. Außer mir war dort erst Mal niemand, so dass ich in Ruhe meinen Platz und meine Spots wählen konnte. Zeit spielte in diesem Fall keine Rolle mehr.

Nachdem ich in Ruhe das Camp aufgebaut habe, habe ich mich erst Mal dazu entschieden gemütlich einen Kaffee zu trinken und die Stabmarker vorbereitet. Ich bin normalerweise kein Freund von Markern, aber in diesem Fall wollte ich das volle Potential des Sees ausschöpfen und mit mehrtägigen Futter-Kampagnen die Fische auf dem Spot halten. Da ich auf knapp 7-8 Metern Wassertiefe abgelegt habe, musste ich die Marker vor Ort im Boot zusammenschrauben, eine Übung die Anfangs etwas wackelig ist, aber wenn man etwas Übung hat ohne Probleme funktioniert. Man lässt einfach jeweils zwei zusammengeschraubte Marker (jede Stange ist einen Meter lang) in die Tiefe und hält das Ende fest und schraubt die nächste Stange dran. Ich habe bereits am Ufer jeweils zwei Stangen zusammengeschraubt, so geht die Sache vor Ort schneller. Danach habe ich großflächig fünf Kilo Tigernüsse und ca. 5 Kilo Boilies rings um den Marker verteilt und bin zurück zum Camp um anschließend mit der Dropshot-Rute auf Barsche zu gehen. Den Spot wollte ich durchaus für einige Stunden in Ruhe lassen, erschwerend hinzu kam dass ich mittlerweile eine Unwetter-Warnung auf dem Handy hatte.

Das Dropshot-Angeln verlief nicht ganz so erfolgreich, abgesehen von einigen Bissen konnte ich leider nur einen Aussteiger verzeichnen. Nach knapp zwei Stunden entschied ich mich dann für die Rückkehr zum Camp. Da die Wetterwarnung noch eine weitere Stunde Gültigkeit behielt, entschied ich mich für Abendessen statt angeln und wartete ab. Rings um mich war’s schon ordentlich am Blitzen und Donnern, aber es so aus als würde ich verschont werden, weswegen ich die Ruten fertig gemacht habe. Meine geliebten GLM Naturebaits und Blacklabelbaits Dr. Insektor sollten es richten. Michael und Sebastian haben meine Bestellung rechtzeitig fertig gemacht – herzlichen Dank dafür noch Mal! Zusätzlich zu dem bereits ausgebrachten Futter habe ich noch einige Kellen nachgelegt und beide Ruten links und rechts vom Marker abgelegt. Noch während ich das Boot am Ufer festgemacht habe, lief die Insektor-Rute bereits ab. Eigentlich freue ich mich über solche Ereignisse, doch noch während meiner Rückkehr vom Ruten auslegen konnte ich bereits über mir die Bildung einer gewaltigen Gewitter-Zelle beobachten. Während des Drills zog diese genau über mich, was mich dazu veranlasst hat die Rute seitlich zu halten und so geduckt wie möglich zu drillen. Mit 3.60m langen Blitzableitern in den Händen gehe ich kein Risiko ein.

Ich konnte einen Schuppi mit ca. 7 Kilo landen und dann wurde es auch schon richtig Nass. Der Himmel öffnete seine Pforten und es regnete über mir als gäbe es kein morgen mehr. Keine halbe Stunde später war alles vorbei und Marco kam an während ich gerade meine Ruten erneut auf die Spots gefahren habe. Die kommende Nacht war enorm fischreich, so dass ich gegen drei völlig übermüdet die Ruten draußen gelassen habe. Was ab Sonntag mittag passieren würde    , habe ich beim Karpfenangeln noch nicht erlebt. Ab dann war im Prinzip völlige MADness, denn im Schnitt lagen die Ruten keine 20 Minuten ohne dass ein Vollrun gekommen ist. Eine entspannte Tasse Kaffee war zeitweise nur möglich, wenn kurzzeitig beide Ruten außen waren, ansonsten wollten die Karpfen meine völlige Aufmerksamkeit. Die ersten beiden Nächte bis Montag früh brachten 16 Fische, darunter vier über zehn Kilo, der schwerste ein echter Stiernacken mit 14 Kilo.

Stiernacken-Kommando

Stiernacken-Kommando

Den Namen Stiernacken hat sich dieser Bursche nicht nur aufgrund seines Körperbaus redlich verdient, allein die Kampfkraft die der Fisch aufgebracht hat war schier unglaublich, bereits nach kuzer Zeit stand fest dass ich wohl besser dran bin, wenn ich den Burschen vom Boot aus holen werde.

13,7 Kilo "Halbzeiler"

13,7 Kilo „Halbzeiler“

Neben dem Stiernacken konnte ich meinen ersten „Halbzeiler“ überhaupt fangen, hier blieb die Waage bei 13,7 Kilo stehen, für mich immer noch einer der schönsten Fische aus dem gesamten Urlaub. Die Dr. Insector von BLB  lieferten sich zu dieser Zeit an Kopf an Kopf-Rennen mit den GLM, wer gewonnen hat kommt später…

Eine echte Schönheit...

Mein erster Beauty

Die Freude über meinen ersten Beauty war allerdings beinahe noch größer, weil mir ein fisch mit einer solchen Zeichnung bislang überhaupt noch nicht an den Haken gegangen war. Jeweils Abends kam Marco zur Verstärkung an den See und konnte beinahe Nahtlos an die Menge an Fisch anknöpfen. Wir konnten sofort merken wann das Futter auf dem Platz aufgefressen war, weil deutlich weniger Bisse gekommen sind. Die Fische waren zu diesem Zeitpunkt bereits in einen echten Fressrausch verfallen, die gesamte Markerstange wackelte wie eine Pose beim Weißfischangeln, weil ständig Karpfen dagegen geschwommen sind.

Mehr in Kürze in Teil 2…

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