Summerdays = Happy Days Teil 2

Wie bereits im ersten Teil geschrieben waren die ersten beiden Nächte schon mehr als erfolgreich. 16 Fische bis Dato waren eine Hausnummer, ich konnte mir kaum vorstellen, dass es so weiter gehen oder noch besser werden konnte. In der Tat kam es aber noch dicker was die Menge der Läufe anging. Zwischenzeitlich waren über 10 Kilo Tigernüsse und 10 Kilo Boilies auf dem Futterplatz verteilt bzw. gefressen, den ich ca. 20 Meter näher ans Ufer geholt hatte in der Hoffnung die kleineren Karpfen etwas auszusortieren und die größeren Exemplare an den Haken zu bekommen. So viel vornweg, der Plan ging schief.

Im Verlauf des Montags ging es Schlag auf Schlag, so dass ich während der Mittagshitze zeitweise vier Läufe pro Stunde hatte. Während dieser Zeit habe ich kein zusätzliches Futter ausgebracht weil die Nächte mit wenig Schlaf und die Hitze mich zunehmend matt gemacht hatten. Gegen Abend erhöhte ich die Futtermenge wieder deutlich und die Fische waren sofort zur Stelle um die pappsüßen Nüsse und die Boilies zu fressen. Gerade als Marco angekommen ist, konnte ich den nächsten Spiegler mit über 12 Kilo drillen. Appropos drillen, die Fische sind aktuell enorm kampfstark, selbst die kleineren Exemplare holen sich regelmäßig bis zu zehn Meter Schnur für die Fluchten und nutzen die steile Uferkante brachial aus. Da ich 15 Meter lange MAD Trinity Tapered Snag Leaders (sich verjüngende Schlagschnüre) verwende, habe ich eine gute Einschätzung darüber was die Karpfen im Nahkampf wirklich noch Mal abziehen.

Hat die Uferkante voll genommen.

Bis zum Mittwoch ging die Bissausbeute munter weiter, ich war in der Zwischenzeit mit den Kräften am Ende. Da ich Nachts kaum schlaf bekommen habe und morgens bis maximal acht schlafen konnte weil es danach zu warm unter dem Schirm war, habe ich mich entschieden die letzten beiden Nächte die Ruten nicht erneut rauszufahren, sondern sowohl mir als auch den Karpfen eine Verschnaufpause zu gönnen. Bis Dienstag Abend kam auch noch ein weiterer Freund von Marco an den See und wir haben den letzten Abend gemeinsam am Wasser gefeiert. Gefeiert weil wir es das erste Mal dieses Jahr geschafft haben gemeinsam zu fischen und zum anderen konnte Marco seinen bis Dato größten Fisch aus dem See holen, einen Spiegler mit 13,8 Kilo. Bei mir lief noch in der Abenddämmerung ein weiterer Spiegler mit 14 Kilo. Zwischenzeitlich habe ich statt Boilies nur noch Tigernüsse als Hakenköder verwendet, was beinahe noch mehr eingeschlagen hatte als Boilies.

14 Kilo zum Abschluss

Der 14 Kilo Spiegler stellte neben zwei weiteren Fischen um die sechs bis acht Kilo das Ende für den ersten Trip dar, 15 Kilo Tigernüsse und knappe 15 Kilo Boilies haben mir 34 Fische beschert und bis zu 50 Läufe in knapp viereinhalb Tagen. Ich konnte nach den erfolgreichen Tagen die Finger nicht von den Ruten lassen und bin nach zwei Tagen Pause spontan für einen Nachmittag den Kanal gegangen um dort mein Glück zu versuchen. Ein enormes Kontrastprogramm zu den letzten Tagen am See stellt das Panoram dar, weniger Läufe aber mitunter erfolgreich. Bereits nach kurzer Zeit konnte ich einen enorm kampfstarken Kanal-Schuppi zum Landgang überreden, vergleicht einfach Mal die Schwanzflosse von dem Fisch mit denen aus dem See. Hier wird deutlich dass die Fische im Kanal eben doch Strömungsfische sind die sich anders entwickeln als im See.

Was für eine Schwanzflosse – Enormer Vortrieb für den Kanal-Schuppi.

Nach einigen Tagen Pause und einer erfolglosen Nacht kam die Abkühlung am Montag. Zumindest kurzzeitig. Aktuell immer noch platt durch die Hitze und wenig Schlaf war ich mir nicht sicher was ich machen soll und hatte mich spontan entschieden am Montag Vormittag wieder zum See zu fahren. Kurzerhand habe ich die Falte ins Auto geworfen und das Nötigste eingepackt, denn mehr als zwei Nächte lies die Wettervorhersage mit Unwetterwarnungen nicht zu. Eine goldrichtige Entscheidung… in Kürze im dritten Teil von Happy Days!

 

 

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