Summerdays = Happy Days Teil 3

Wie bereits im zweiten Teil geschrieben war es nach einer erfolglosen Nacht, mit durch Grundeln abgefressenen Boilies schwierig Motivation zu finden, dennoch konnte ich nicht anders und habe mich entschieden am Montag Mittag doch noch Mal an den Baggersee zu fahren. Dieses Mal ohne Tigernüsse, sondern nur mit Boilies und an einem völlig neuen Spot wollte ich wissen ob sich die größeren Fische im See aktuell woanders aufhalten, denn die ersten Tage brachten Fische bis 14 Kilo. Wie beim letzten Mal habe ich auch hier entschieden zuerst den Marker zu setzen und erst später die Ruten abzulegen. Wie bereits erwähnt ging die Taktik dieses Mal ohne Tigernüsse über die Bühne, so dass ich knapp fünf Kilo Boilies großflächig verteilt habe. Die Nachmittagshitze und den Wind wollte ich für eine erneute Dropshot-Runde nutzen. Ohne Echolot und mit Effzett-Softbaits auf gut Glück über den See – und siehe da, auf ein Mal klappts. Die Softlures muss man wesentlich aktiver führen – dafür kommen aber auch wesentlich aggressivere Bisse.

barsche

Die Jungs waren zwar nicht größten, aber nach über einem Jahr Dropshot-Pause eine willkommene Abwechslung.

Bis zu sechs kleine bis große Karpfen hatte ich regelmäßig unter dem Boot.

Nach einer knappen Stunde konnte ich rund fünf Barsche für mich verbuchen, ich musste allerdings immer wieder den Blick unter meinem Boot genießen…

Da ich in der prallen Mittagssonne unterwegs war, war es Zeit die Angelei erst Mal einzustellen und bei 34 Grad einen Sprung in den See zu machen. Nach dem Abkühlen war’s dann soweit. Neue Rigs binden, Ruten beködern und auf die Plätze fahren. Dieses Mal lief alles ruhiger ab, bis 22:30 Uhr passiert nämlich überhaupt nichts. Es war die Scoberry-Rute die den ersten Fisch des Abends brachte, ein schöner Spiegler um die acht Kilo konnte sich den traumhaft geil riechenden Boilies einfach nicht widerstehen. Die Rute lag schnell wieder an Ort und Stelle und ich habe sofort noch Mal nachgefüttert, ich wusste ja aus der letzten Woche was passiert wenn die Fische den Futterplatz erreichen. Zwei Stunden später lief die andere Rute, leider habe ich den Fisch im Drill verloren. Kurz nach dem erneuten Auslegen, Dropback auf zwei 15mm Naturebaits GLM. Ich habe schon fest mit einer Brachse gerechnet, bis ich die Rute aufgenommen habe. Mein Gegner auf der anderen Seite war definitiv kein Weißfisch… nach ca. 15 Minuten Drill lag er vor mir, der 18,3 Kilo schwere Spiegler und gleichzeitg mein größter für dieses Jahr. Also doch alles richtig gemacht mit der Motivation…

Der schwerste Fisch für mich bislang in diesem Jahr. 18,3 Kilo.

Ich schlief mit einem seeligen Grinsen im Gesicht wieder ein und konnte… durchschlafen bis ca. 07:30 Uhr als erneut die GLM-Rute meine volle Aufmerksamkeit verlangt hat. Der Fisch auf der Gegenseite hat die Sportart mit Slalom verwechselt und die Markerstange mehrfach umschwommen und versetzt, so dass ich mich entschieden hatte auf’s Boot zu klettern. Nachdem wir die Stange hinter uns gelassen hatten war mein unglaublich kampfstarkes Gegenüber der Meinung dringend in einen Ast zu schwimmen, der auf sechs Meter Wassertiefe lag. Die MAD Morpheus war bis ins Handteil krumm, aber ich weiß eben, dass ich mich auf meine Ruten zu 200% verlassen kann. Kurze Zeit später konnte ich einen Schuppi mit ca. 10 Kilo über den Kescher führen, ein weiteres Mal hat sich gezeigt wie unglaublich die Fische aktuell abhausen. Gegen Mittag wurde es wieder ruhiger, und wie’s immer so ist beim Karpfenangeln, dann wenn man am Essen kochen oder bereits beim Essen ist… Vollrun! Der letzte Scoberry von Blacklabelbaits brachte mir in der prallen Mittagssonne einen langgezogenen Schuppi mit mehr als 13 Kilo.

Die Sonne am höchsten und mehr als 13 Kilo auf den Händen.

Zwei weitere Fische rundeten die Kurzesession ab, so dass ich mich kurz nach sechs auf dem Heimweg gemacht hatte. Ein Mal mehr hatte ich eine Warnung vor extremen Unwettern – und nach 41 Fische in sechs Nächten muss auch Mal wissen wann es genug ist.

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