Jahresrückblick 2015

Es ist das dritte Advents-Wochenende, in 12 Tagen ist Heilig Abend. Während viele von euch auf Messen sind, bin ich mittlerweile schon in der Winterpause angekommen und arbeite an den Plänen für 2016. Das abgelaufene Jahr ist für mich sehr gut verlaufen, ich hab zwar im Herbst nicht mehr viel Zeit am Wasser verbracht, aber dafür waren die ersten sechs Monate umso erfolgreicher.

Angefangen hatte das Jahr saukalt, bereits am 6. März war ich die erste Nacht am Wasser. Außer einem Satzi war da noch nicht viel Fisch gefangen. Ende März habe ich mich an mein geliebtes Donau-Altwasser begeben, aber abgesehen von einem weiteren kleinen Fisch, vielen Döbeln und einer Schleie habe ich definitiv den Sturm unterschätzt. Manuel und ich mussten nach zwei von vier angesetzten Nächten am Sonntag Abend abbauen weil wir Windgeschwindigkeiten von über 100 km/h hatten.

Wenige Tage später gings aber schon weiter, ein weiteres Jahr war Ostern wieder Mal saukalt und das Wetter mehr als bescheiden – aber auf alle Fälle sehr fischreich. Mein erster Ausflug an mein neues Hausgewässer und gleich so ein Einstand.
Oster-Karpfen

So konnte das Jahr für mich weitergehen. Wie der Job und andere Verpflichtungen das immer so zulassen, habe ich es bis Ende April nur für zwei weitere Nächte ans Wasser geschafft. Am 26. April waren mir mit dem gesamten MAD-Team auf der Fishing Masters Show in Duisburg und hatten dort eine ganze Menge Spaß. Eine Woche später war ich über den 1. Mai wieder an meinem Baggersee und konnte dort die ersten beiden 30-Pfünder des Jahres fangen. Meine Futtertaktik habe ich zu diesem Zeitpunkt bereits von Frühjahr auf Sommer geändert.

Bereits beim dritten Ausflug dieses Jahr konnte ich meinen Schuppi-PB auf 15.5 Kilo korrigieren, alle Fische die ich bis Dato mit 15 Kilo und mehr gefangen habe, sind Spiegler gewesen. Wieder ein Mal waren es verschiedene Verpflichtungen oder andere Terminkonflikte aufgrund derer ich keine längeren Ansitze im Frühjahr machen konnte. Immerhin hat es zu diversen One Night Stands gereicht, eine Taktik die mich das weitere Jahr begleitet hat und gerade in den Monaten Mai und Juni konnte ich auf diese Art und Weise meinen Schuppi-PB innerhalb von drei Wochen auf 16.5 Kilo korrigieren.

Die Zeit rannte und während die Tage länger wurden, konnte ich mehr und mehr Fische auf meine Boilie-Enddeckung des Jahres, die Waterworld Baits „Hippos“ fangen. Kaum ein Boilie hat mir dieses Jahr mehr Fisch gebracht als diese Murmeln aus Reutlingen, ich freue mich schon auf das kommende Jahr und neue Ziele gemeinsam mit Manuel.

Falls ihr euch erinnert, war es über Fronleichnam, Anfang Juni einfach nur unfassbar heiß, und ich war zum Angeln mit Max und Patrick am Katlov, ein Trip auf dem ich Schlüsse ziehen konnte und für meine nachfolgende Angelei viele Erkenntnisse mitnehmen konnte welche sich am Jahresende ausgezahlt haben. Die Tour nach Tschechien war jeden Kilometer wert, kommendes Jahr werde ich da noch viele schöne Stunden erleben. Sollte hier mehr Interesse von deiner Seite aus bestehen, kannst du mich gerne kontaktieren. Ich kann dir helfen eine Buchung zu vermitteln und mit Jungs in Tschechien in Kontakt zu treten.

Juni war der Monat in dem ich mich gefragt habe, was die Karpfen im Moment eigentlich fressen, die Frage habe ich aber zugegeben nur sehr einseitig beantwortet.

Es war jedenfalls wieder die Zeit in der ich viele kurze Sessions gemacht habe, sprich Abends ans Wasser und morgens wieder heim. Nächte mit bis zu sechs Läufen in denen mir das mitgebrachte Futter ausgegangen ist waren da in Spitzenzeiten dabei, die Augenringe wurden immer tiefer und die Tage im Büro nicht immer ganz einfach. Wenn’s läuft muss man aber eben dranbleiben.

Es war Sommer geworden. Der Jahrhundert-Sommer 2015… schon erstaunlich wie viele Jahrhundert-Sommer wir dieses Jahrhundert schon hatten, und am Ende gibt’s dann wieder Facebook-Gruppen mit dem Titel „Scheiß-Somer 20XX, ich war dabei“, ok zugegeben, dieses Jahr nicht. Die Zeit Ende Juni Anfang Juli konnte ich nutzen um den ersten Teil meiner drei-teiligen Reihe Summerdays = Happy Days zu publizieren.

Eine Zeit in der ich eine ganze Menge Fische fangen konnte, sehr markante, sehr hübsche, aber vor allen Dingen Jede Menge. Insgesamt 43 Fische habe in der Zeit den Weg in den Kescher gefunden, nicht nur beim Angeln lief es mehr als ich es mir gewünscht hätte. Summerdays sind nun einfach Mal Happy Days!

Unfassbar geile Fische aus dem Kanal, ich freue mich nach wie vor wenn ich dieses Foto sehe, achte einfach Mal auf die enorme Schwanzflosse- wie der kleine Torpedo abgehaust hat, kann man sich gut vorstellen. Mit die wichtigste Erkenntnis bzw. das wichtigste Learning aus dem Jahr 2015 ist allerdings wie man richtig mit dem Selbstauslöser der Kamera arbeitet. Seit ich mir sicher bin, dass ich gute Fotos auch hinbekomme wenn ich allein unterwegs bin, bin ich noch ein Stück weit unabhängiger geworden.

Ich sag’s zum dritten und letzten Mal, Summerdays sind bzw. waren Happy-Days. Der schwerste Spiegler den ich dieses Jahr auf die Matte legen konnte, bringt es auf 18,7 Kilo. Gebissen hat er wie eine Brachse, nämlich per Fallbiss, die Freude war aber umso größer. Danach folgten eher fischarme Wochen, die enorme Hitze und fehlende Zeit bzw. wichtigeres als die Angelei sorgten dafür, dass ich bis Mitte August wenig am Wasser gewesen bin. Umso schöner war jedoch, dass mein guter Freund und MAD-Teamkollege Marco Beck für einen Besuch bei mir war.

Es sind eben nicht immer die größten Fische, die die größte Freude machen, sondern manchmal sind es die besonders hübschen. Die Tage mit Marco und Manuel am Wasser vergingen wie im Flug und Manuel hat definitiv das Beste Essen dieses Jahr beim Angeln gezaubert. Sechs Stunden hatte er sich Zeit genommen und megageile BBQ Spareribs zubereitet während der gelbe Planet mit 36 Grad über uns stand. Drillen im See stehend war zu diesem Zeitpunkt im Jahr angesagt.

18.6 Kilo - neuer Schuppi-PB

Ich habe es bereits geschrieben, die zweite Jahreshälfte habe ich wesentlich weniger Zeit am Wasser verbracht als im Frühjahr. Wenn ich ehrlich bin, könnte ich auf die gesamte Zeit des Jahres 2015 ab September gut und gerne verzichten, aber es passieren eben immer wieder Dinge die man nicht beeinflussen kann. Meine letzte Lang-Session in Österreich ging gut aus, und nach den ganzen Happy-Days erlebte ich noch Mal echte Hippo-Days. Der Schuppi mit 18.6 Kilo auf dem Bild oben stellt meinen Schuppi-PB dar, also drei Mal in einem Jahr konnte ich meine Schuppi-Werte korrigieren. Ich hoffe das läuft kommendes Jahr genauso.

Es folgten wieder Wochen in denen ich nicht gerade vom Glückt verfolgt wurde, aber immerhin hat’s noch zu einem Ausflug nach Erfurt zu MAD-Teamkollege Philipp Kretzschmar gereicht und einen weiteren Schuppi aus dem Main-Donau-Kanal, den ich Ende Oktober am Kanal fangen konnte.

Wie eingangs erwähnt arbeite ich bereits an den Plänen für das folgende Jahr. Ich muss wohl noch das ein oder andere Stoßgebet gen Himmel schicken, dass es bitte so läuft wie im ersten Halbjahr – und eben nicht wie die vergangenen vier Monate. Die ein oder andere Erkenntnis des Jahres ist geblieben.

  • Es geht nichts über gutes Futter. Lieber drei Euro mehr für das Kilo Boilies zahlen und dafür gutes Futter haben.
  • Moven kann deutlich mehr Fisch bringen. Man muss nur den Arsch hochbekommen.
  • Hackbraten aus der Dose schmeckt. BBQ Spareribs sind besser.
  • Das Anti-Blow-Out-Rig ist genial.
  • Wenn der Stabmarker wackelt, schepperts.
  • Die MS Viking zieht stärker als jeder Flussfisch.
  • Ein Stativ für die Kamera ist unabdingbar

Alles in allem war 2015 ein sehr gutes Jahr. 2016 mach ich noch besser.

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