Läuft nicht so richtig

2016 hat nicht besonders überzeugend angefangen, wenn ich das Mal so festhalten darf. Es ist ja nicht so, dass ich nicht am Wasser wäre und fangen würde, einzig die kleineren Fische sind es dieses Jahr, die in Reihe meine Köder wegsaugen.

Ich habe keinen weiteren Bericht darüber verfasst, aber ich war ein zweites Mal am Katlov, ca. eine Woche nachdem desaströsen Ausflug über Ostern. Wie der Zufall so will war traumhaftes Wetter bei ca. 20 Grad – zumindest so lange bis ich angekommen bin. Da fiel die Temperatur auf neun Grad und ich hatte zu Beginn 18 Stunden Dauerregen. Die Temperatur sollte das gesamte Wochenende über nicht weiter steigen, zusätzlich lag ein dickes Wolkenband über Tschechien. Beste Konditionen also. Die Fische haben das natürlich auch gleich gemerkt und die Nahrungsaufnahme komplett eingestellt. Der See war bis auf den Grund klar geworden und ich mit meinem Latein am Ende. Am letzten Abend kratzte ich alles an Motivation zusammen was noch übrig war, denn am Morgen darauf sollte Jakub mit seinem Kamerateam kommen, wir haben nämlich eine Videovorstellung des Katlov für euch produziert in dem ihr mehr zum Thema Besatz, Größe, Regeln usw. erfahren könnt. Das Video publiziere ich in Kürze an dieser Stelle.

Die Rute habe ich direkt an einer der neuen Inseln abgelegt und mit Waterworld Baits Hippo-Pellets als Futter mit aufgelegt. Ein GLM-Boilie aus der Reutlinger Schmiede sollte es richten. In der Nacht passierte es dann auch tatsächlich, ich konnte einen Schuppi mit 15.5 Kilo zum Landgang überreden – mein erster Tscheche mit über 30 Pfund!

Katlov

Der Fisch kannte sein Gewässer gut und kämpfte hart. Diverse Krautfelder später dachte ich erst, ich hätte ihn verloren, doch nach dem ich die Schnur befreit hatte, konnte ich auf ein Mal im Schein der Kopflampe unter meinem Boot den „Teller“ sehen – als er in den Maschen lag stellte sich bei mir Erleichterung ein, wie lange nicht mehr. Endlich den Fluch des Frühjahrs besiegt, endlich einen Fisch für die Dreharbeiten. Ich merkte beim neu Auslegen der Ruten, dass ich etwas aus der Übung war – das hat alles länger gedauert als notwendig.

Zwischendrin war ich dann wieder an meinem Hausgewässer und konnte 18 Fischen landen, bis auf einen genial gezeichneten Schuppi war nicht wirklich viel Fisch dabei, den ich auf digitales Quick SLS 970 FDPapier bannen wollte. Was bei der Menge allerdings richtig Spaß macht, sind meine neuen Quick DLX SLS 970 FD – die Rollen sind ein Traum. Nicht nur von der Optik her, sondern auch von der Bremse und der Schnurverlegung. Da hat die DAM richtig gute Rollen ins Programm bekommen.

Über 500 Meter 0.35er Schnur passt drauf – Also genug selbst für die weitesten Spots. Sehr angenehm beim Transportieren finde ich die klappbaren Kurbelgriffe, die per „fast lock“ einklappen und mit einer Fingerbewegung wieder arretiert sind. Übrigens kommen die Rollen auch mit Alu-Ersatzköpfen, sprich in der selben Optik wie normalen. Wenn ihr also gerne zwischen zwei Schnurstärken, z.B. für den Kanal und den See, oder geflochtener und monofiler wechseln wollt, sieht die Rolle immer noch genauso gut aus wie vorher.

Danach ging’s weiter. Zwar nicht am Wochenende über den ersten Mai, denn da hab ich meine Jugendgruppe betreut, aber am Wochenende darauf. Mit einem Kumpel der noch nie wirklich auf Karpfen gefischt hat, haben wir uns an den Main-Donau-Kanal begeben um dort auf freier Strecke anzusitzen und das aufgehobene Nachtangelverbot zu genießen. Zumindest das Wetter passte endlich, Sonnige und Warme Temperaturen konnten selbst den stetig blasenden Ostwind besiegen und die Fische zum Fressen animieren. Über das Wochenende hatten wir insgesamt sechs fische landen können, unter anderem den unten stehenden Spiegler. Daniel – mein Kumpel – fing direkt seinen neuen PB mit 12.9 Kilo, einfach klasse.

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Aktuell beißen Marco und ich uns am Hafen die Zähne aus, wobei Marco bisher mehr Erfolg hatte als ich. Die nächsten Tage stehen im Zeichen der Relegation und von Geburstagsfeiern, es dauert also noch bis nächste Woche bis ich wieder ans Wasser komme. Ich freue mich auf einen (für mich) neuen Baggersee in der Oberpfalz mit ein Paar Jungs die ich seit Jahren kenne, wir es aber noch nie zusammen ans Wasser geschafft haben. Ich hoffe natürlich inständig, dass der Konten dort aufgeht, also nicht von meiner Montage, und ich endlich durchstarte.

Ein weiteres Highlight hab ich im April erhalten. Von seinem Besuch bei uns letztes Jahr hat mein guter Freund Marco ein Video produziert. Ich hatte nicht Mal mitbekommen, dass er dauernd Aufnahmen macht, aber in der Tat ist dabei folgendes rausgekommen:

Und weil das noch nicht genug der Überraschung war, hat Marco auch noch einen Bericht darüber geschrieben und in der Carp and Fun platziert: https://cloud.3dissue.com/80706/81059/96006/CARPandFUN-Ausgabe8/html5/index.html?page=88

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