Sommerurlaub

Seit gestern bin ich zurück aus dem Sommerurlaub im Nachbarland, der diesen Titel auch wirklich verdient. Bereits vor 1,5 Wochen habe ich mich mit drei Freunden auf den Weg in die Alpenrepublik gemacht um dort für eine Woche zu Angeln. Quasi wie jedes Jahr, nur die Woche Variiert immer. Letztes Jahr war’s im Oktober, dieses Mal eben zur Sonnwende. Die Fahrerei bis zum See zieht sich jedes Mal ohne Ende, da die letzten 80 Kilometer über kleine Straßen mit vielen Dörfern führen, aber da wir bereits einen Tag früher angereist sind, spielte das keine Rolle. Dort angekommen haben wir uns gemütlich Österreich gegen Portugal angeschaut und über die Fänge der letzten Wochen informiert. Die waren richtig gut, die Wettervorhersage für uns stand aber auf Sommer, Sonne, Kaktus, was an dem See tödlich ist.

Am Sonntag morgen nach wenig Schlaf konnten wir bereits gegen neun auf dem Steg unsere Zelte aufbauen, was auch ein Novum darstellt, weil das sonst nie so früh klappt. Das kam mir aber entgegen, weil ich unbedingt das Formel 1-Rennen sehen wollte. Mit dem DVB-T-Empfänger für das iPad funktioniert das auch ohne Probleme, so dass ich einem entspannten Nachmittag entgegen sehen konnte.

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Die Ruten lagen bereits und so konnte ich mich gemütlich zurücklehnen. Christian und Patrick kamen ebenfalls zu Max und mir auf den Steg, Gastgeschenke inklusive. Pünktlich nach dem Rennen zog ein Gewitter auf und zwang uns die Zelte, die Abkühlung sollte uns jedoch in der ersten Nacht in die Karten spielen, wie ich einige Stunden später feststellen sollte. Der Abend verlief ereignisreich und wird uns vieren für immer im Gedächtnis bleiben, einer von denen, über die man auch in 20 Jahren noch lachend erzählend wird mit den Worten „wisst ihr noch?“ – sensationell.

Es war bereits zwei Uhr in der Früh als Max und ich noch bzw. wieder wach waren, als meine linke Rute, beködert mit einem aufgepoppten Waterworld Baits GLM, ablief. Der Mond lieferte die ideale Außenbeleuchtung für den Drill der mit erstaunlich wenig Gegenwehr über die Bühne ging. Ca. 10 Meter vom Ufer konnte ich erkennen warum, das war nicht wie zu erwarten ein Schuppi, sondern ein Graser. Kurz vorm Ufer folgte die übliche Explosion, so dass meine MAD Morpheus wieder vollen Einsatz zeigen musste. Die Fluchten konnte ich schnell abfangen, und den Graser über den Kescher führen. Unglaubliche 14.8 Kilo stellen zumindest in der Kategorie meinen neuen PB dar.

Durch das Vorblitzen schaue ich zwar nicht besonders begeistert, aber ich habe mich unglaublich über diese „Bahnschranke“ gefreut. Bereits in der Dämmerung lief die nächste Rute. Ein Schuppi um die acht Kilo konnte im strömenden Regen die beiden 16mm Hippos einfach nicht liegen lassen und ich war heilfroh, dass ich meine DAM FZ Regenjacke mit hatte. Max konnte ich zu diesem Zeitpunkt nicht mehr aus dem Tiefschlaf holen und so war der ungläubige Gesichtsausdruck am nächsten Morgen einfach herrlich.

Die leicht goldene Farbe finde ich immer noch sensationell. Es war also Montag geworden, der kälteste und vor allen Dingen nasseste Tag in der Woche. Er begann mit einer Überraschung, auf die ich gerne verzichtet hätte, aber wie mein Spieß beim Bund immer sagte „Wer nix erlebt, hat nix zu erzählen„. Da ich zu Weihnachten von meinem Bruder einen Weber Anywhere bekommen habe, entschied ich mich trotz „Schidwetter“ zu Grillen, also fuhren Christian und ich in die nächste Ortschaft um dort kurz das Nötigste einzukaufen. Gesagt, getan – und schon konnten wir gegen 16:00 Uhr gemütlich gegrilltes genießen. Der vorherige Abend mit wenig Schlaf brachte uns alle bereits gegen 20:00 Uhr in die Betten, es war auch nicht sonderlich warm. Kurz vor Mitternacht lief die dritte Rute ab – ein weiterer kleiner Schuppi in der selben Größenordnung lies sich zum Landgang überreden. Max war auch wach als sich der Bissanzeiger gemeldet hat, und so ist bei Vollmond dieses Foto entstanden.

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Kurze Zeit später konnte auch Max seinen ersten Schuppi zum Landgang mit knapp 13 Kilo überreden.

Der nächste Tag begann wolkig, aber das hielt nur kurz. Schon gegen elf in der Früh brannte die Sonne erbarmungslos auf unseren Steg, so dass wir uns unter die Schirme flüchteten. Dieses Wetter und noch deutlich heißer sollte uns bis zum Ende der Woche begleiten, was sich fatal auf das Fressverhalten der Fische auswirkte. Die kommenden zwei Tage und Nächte blieb es ruhig, so dass wir nur am Zeit totschlagen waren. Am Donnerstag meldete sich in den frühen Morgenstunden meine French Star-Rute. Bereits beim Aufnehmen der Rute merkte ich, dass es dieses Mal kein Karpfen um die acht Kilo war, sondern doch etwas mehr. Ich hatte bis dahin noch nie einen Spiegler aus diesem See gefangen, an diesem Donnerstag war es dann endlich soweit. DSC_0277

Seelig schlief ich nach diesem 16.5 Kilo schweren Spiegler wieder ein, leider stellte der auch für den Rest des Ausflugs abgesehen von unzähligen Brassen den letzten Fisch dar. Die restliche Woche lässt sich mit dem Wort „Badeurlaub“ besser beschreiben, wir haben zeitweise mehr Zeit im See als außerhalb verbracht. Auch die anderen vier Angler am See konnten zu diesem Zeitpunkt keine Fänge mehr verzeichnen. Von Freitag auf Samstag gab es erneut einen unvergesslichen Abend, während wir in Max‘ Geburtstag hineinfeierten konnten wir bei sternenklarem Himmel diverse Satelliten am Himmel sehen. Bei etlichen „Klassikern“ aus meiner Musik-Sammlung konnten wir einen genialen Sommerabend am See verbringen.

Wie bereits erwähnt passierte außer diversen Brachsen leider gar nichts mehr, so dass wir am Sonntag morgen unsere Zelte abbrachen und wie geplant weiter nach Tschechien an den Katlov fuhren. Das waren vom See aus „nur“ 138 Kilometer, jedoch ohne Autobahn. 2,5 Stunden später waren wir in Červené Janovice angekommen und konnten dort unsere Plätze beziehen. Wie’s dort weitergeht, kannst du in Kürze auf meinem Blog lesen.

4 thoughts on “Sommerurlaub

  1. Wahnsinn solche oschis 🙂

    Hättest uns mal vor 2 Wochen bei der Geräte Kunde von deiner Web Seite erzählen können . 🙂

    Riesen Dinger

    Was braucht mann für katlov?

    Tageskarten ??

    Kam ich da ein Zelt aufschlagen oder mit wohnmobil?

    LG Nicole

  2. Hallo! Du brauchst ein Zelt, das kannst du aber auch vor Ort mieten. Du buchst über die Website den gewünschten Angelplatz, das war’s schon. Einen Schein brauchst du dort nicht, auch keine Tageskarten. Die Buchung ist quasi dein Tageskarte.

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