Archiv für die Kategorie ‘Angeln’

Zander aus dem Kanal

Donnerstag, 02. September 2010

Endlich ist der Knoten bei Manuel und mir geplatzt.
Nach unzähligen Versuchen mit diversen Weichplastikködern, lag letzte Woche der erste Zander vor Manuels Füßen, ich habe am Montag nachgezogen. Gefangen haben wir die beiden allerdings nicht auf Kunstköder, sondern wie schon so oft auf Natur, sprich den toten Köderfisch.

Die Montage ist dabei relativ einfach. Pose, ein Schrotblei auf die Hauptschnur, Ryderhaken mit ca. 1 Meter Vorfach, Angstdrilling.
Der KöFi wird normal aufgezogen, bekommt unterhalb der Rückenflosse noch den Angstdrilling gesetzt und ein Schrotblei auf das Vorfach, im oberen Drittel. Zum Schluss gibt’s noch ein Stück Kork ins Maul des Köderfisch, und dann ab dafür. Den Stopper für die Pose habe ich auf ca. 3,80 – 4,00 Meter gesetzt, weil das Vorfach noch ordentlich Länge mitbringt. Solange keine Strömung vorherrscht, liegt die Pose eigentlich nur auf der Wasseroberfläche, bei Strömung kann’s schon, bzw. wird es passieren, dass sie untergeht.

Die Bisserkennung ist so eine Sache.
Manuel hat die Sache so geschildert: Beim ersten Biss habe ich das erst gar nicht so gemerkt, weil da unheimlich Strömung war. Die Pose weg, und auf ein Mal sehe ich, dass die Schnur aus dem Clip ist und läuft. Ich hab angeschlagen und erst Mal gar nicht gespürt dass da was hängt. Und dann gingen die Schläge los.
Bei mir ging’s etwas offensichtlicher, da die Pose ruckhaft unter Wasser marschiert ist, allerdings auch kurz nach dem die Strömung wieder weniger wurde. Ich schätze dass sich der Fisch unter Wasser einfach sehr verführerisch bewegt, wenn geschleust wird. Na jedenfalls sah’s aus als würde die Pose Treppen nach unten laufen. Anschlag – kurz nichts, und dann spüre ich das erste Mal Gegenzug. Herrlich.
Schlussendlich misst mein erster Zander aus dem Main-Donau-Kanal tolze 52 cm. ;)

Ein anderer erfreulicher Aspekt an der Sache ist, dass ich direkt am ersten Tag auf meine neue Rute einen Zander landen konnte. Seit Montag bin ich nämlich stolzer Besitzer von diesem Schmuckstück von Daiwa. Ich habe mich für die 2.70 Meter, mit 10-40 Gramm Wurfgewicht entschieden. Der erste Drill war echt klasse! Ich bin total beigestert von der Rute; Preis, Optik, Gefühl – alles top!

Drop Shot am Brombachsee – 100 Barsche

Dienstag, 10. August 2010

So, gersten waren Manuel und ich wieder am Brombachsee, dieses Mal allerdings mit Verstäkung, der André hat uns begleitet. Der Start in den Tag war etwas chaotisch, weil wir keinen Schlüssel für den Bootssteg hatten, und das zusätzlich angemietete Echolot nicht am Boot war.

Die erste Stelle die wir angefahren sind, war mehr “public fishing”, da derzeit am Brombachsee echt die Hölle los ist. Alle E-Boote sind bis zum 15. August ausgebucht, Ruderboote bekommt man nur noch mit viel Glück. Gefangen hatten wir dort auch nix, also zurück zum Verleih (mit denen hatten wir in der Zwischenzeit telefoniert) und das Boot bezahlen bzw. das Echolot übernehmen. Jetzt sah die Welt gleich ganz anders aus, weil wir wussten ob unter uns ein Plateau ist, bzw. ein “Barschberg” oder nicht. Ca. einen Kilometer weit vom Anlegeplatz hatten wir den ersten solchen Platz gefunden und die ersten Barsche liessen nicht lange auf sich warten. Manuel hat den Anfang gemacht und zwei schöne auf die Schuppen gelegt. Ich konnte kurz darauf mit ein Paar kleineren Explarem nachlegen. Alles auf Wurm übrigens.

Nach ca. einer halben Stunde haben wir uns auf den Weg gemacht, eine weitere solche Stelle zu finden, das war ca. 200 Meter weiter der Fall, und wir haben wieder gut gefangen. Bei mir lief der Morgen / Mittag eher schleppend, während Manuel und André einen Barsch nach dem anderen gezogen haben. Anhand unserer Tiefenkarten konnten wir immer in etwa bestimmen wo wir hin müssen, und haben mit zwei Ausnahmen auf jeder Stelle sehr gut gefangen. Die Barsche selbst waren immer ca. handgroß, also nicht jedes Mal 20+. Man muss dazu sagen, dass 20+ eher die Ausnahme als die Regel ist. Wir hatten gerade überlegt, ob wir eine bestimmte Stelle verlassen wollten, und ca. 30 Meter weiter wieder ankern, als ein gewaltiger Ruck durch Manuels Berkley kam. Einen knallharten Drill später lag tatsächlich ein Barsch mit 40 cm und einem Kilo vor uns im Boot.


Wir haben uns dann entschieden, die Stellen die wir bereits am Vormittag angefahren hatten rückwärts zu fischen und haben in Richtung Dämmerung deutlich größere Exemplare gefangen. Die Sternstunde dürfte zwischen 20:10 und 20:50 gewesen sein, als wir in Reihe 20+ Barsche landen konnten, unter anderem auch im Doppelldrill. (Hier warte ich noch auf das Foto von André) André setzt zu gleich auch den Schlusspunkt um 20:48, als er einen 38er Barsch landen konnte.
Insgesamt haben wir überschlagen, dass wir ca. 100 oder mehr Barsche verteilt auf drei Angler und 14 Stunden landen konnten. Gerade einer davon hat auf einen Weichplastikköder gebissen, der sich allerdings kurz vor dem Boot losschütteln konnte. Im Prinzip steht es also: Wurm 100:0 Plastik. André meinte, dass die größeren Barsche durchaus auch auf die Weichplastikköder gegangen wären. Nachdem wir allerdings so gut auf Tauwurm gefangen hatten, hat Plastik nicht so viel Zeit im Wasser gehabt.

Nachdem wir 18 Barsche im Setzkescher hatten, gingen Manuel und ich auch zum vollständigen C&R über, was André sichtlich erleichtert hatte.

Mit Spinner und Schonhaken auf Forellen

Montag, 02. August 2010

Morgen gehen Manuel und ich nach der Arbeit an unser Vereinsgewässer, die Trubach.
Dort werden wir wieder versuchen, ein Paar Salmoniden zum Biss in unsere Spinner zu überreden. Unser erster Versuch dieses Jahr war schon sehr erfolgreich, wir haben insgesamt 14 Stück gefangen, von denen sechs das Maß hatten.

An diesem genialen Angeltag haben wir gerade die halbe Strecke unseres Baches genutzt, da wir danach beide die Karte voll hatten. Für morgen steht also noch der letzte Kilometer auf dem Programm. Fischen dürfen wir entweder mit der Fliege, was allerdings keiner von uns beiden kann, und mit Blinker bzw. Spinner und Einzelhaken ohne Widerhaken (also Schonhaken). Manuel ist mir übrigens vom letzten Ausflug noch Bilder schuldig ;-) .

TS Pöhl – ein erster Erfahrungsbericht

Mittwoch, 21. Juli 2010

Gestern war ich also an der TS Pöhl im Vogtland / Sachsen. Ist – für uns aus Mittelfranken – schon ein riesen Gewässer mit 387ha Wasserfläche. Dazu kommt dann noch die TS Pirk mit 152ha, die man mit dem gleichen Erlaubnisschein auch beangeln darf. Der Schein kostet für Gastangler 8,-€ pro Tag. Auch Wochenkarten für 35,-€ sind erhältlich, laut Aussage des Angelcenter Plauen gibts wohl sogar Jahreskarten für Gastangler zum Preis von 85,-€.

Als Stelle hab ich mir ein Stück nahe des Camps in Voigtsgrün ausgesucht. Da ich leider keine Köderfische hatte, habe ich mit der Spinnangel angefangen und dort einfach mal 100m auf und ab verschiedene Köder probiert. Auf einen 8cm Wobbler, ca. 1,5 – 2m tief, konnte ich Vormittags einen Barsch mit ca.25cm landen.

Danach habe ich zwei Ruten bestückt mit Wurm und/oder Made raus. Eine Posenmontage in Ufernähe, da sich einige große Brassen gezeigt hatten. Die andere Rute war auf Grund und ein gutes Stück draußen. Leider gab’s auf keine der Montagen einen Zupfer :-(

Danach hab ich nochmal den Wobbler ausgepackt und konnte einen weiteren Barsch ähnlicher Größe landen.

Die beiden Barsche schwimmen wieder, da ich laut Erlaubnisschein annahm, der Barsch habe 30cm Schonmaß. Hat mich zwar verwundert, stand aber eben drauf. Nun habe ich die Aussage, dass sich bei den Schonzeiten/-maßen und Fangmengen ausnahmsweise beim Barsch die 30cm nur auf die Menge beziehen. Lediglich 5 Barsche mit >30cm dürfen pro tag entnommen werden. Sonst hat wohl der Barsch auch in Sachsen kein Schonmaß. Das ist auf der Tageskarte echt missverständlich beschrieben.

Ein Ortswechsel zur Autobahnbrücke brachte keinen weiteren Fisch. Allerdings waren dort – leider :-( – viele Angelerspuren in Form von Knicklicht- und Tauwurmverpackungen. Auch waren an den Hotspots direkt an den Brückenpfeilern und am Schiffsanleger bereits Angler vertreten.

Auf jeden Fall war es ein schöner Tag. Ich denke das Gewässer gibt schon einiges her, obgleich die TS Pöhl von einem professionellen Fischereibetrieb bewirtschaftet und daher vom Verband nicht besetzt wird. So ein großes Gewässer muss man eben erst mal kennenlernen. Wenn möglich geh ich vielleicht heute Abend nochmal los in die Helmsgrüner Bucht.

Leider habe ich von gestern keine Bilder, aber eventuell findet sich heute Gelegenheit.

Viele Grüße,

Manu

Hier nun noch die Fakten zum Gewässer / Erlaubnisschein:

  • Tageskarte Talsperren Pöhl & Pirk: 8,-€  (Bootslizenz im Preis enthalten)
  • Erlaubt sind: 2 Handangeln (2x Friedfisch oder 1x Friedfisch 1x Raubfisch oder 1 Spinnangel) mit je einer Anbißstelle
  • Nacht- und Eisangeln auf eigene Gefahr erlaubt
  • Raubfischschonzeit: Hecht 01.02. – 30.04.; Zander 01.02. – 31.05.; Forellen  bis 30.04.
  • Schonmaße: Hecht / Zander 50cm, Karpfen 40cm, Bachforelle / Bachsaibling 28cm, Regenbogenforelle 25cm, Aal 40cm, Schleie 25cm, Graskarpfen 60cm, Seeforelle 60cm
  • Fangmengen: 3 Fische pro Tag. Je Fisch beschränkt auf Zander 2, Hecht 2, Karpfen 2, Schleie 3, Bachforelle/ Bachsaibling 2, Regenbogenforelle 3, Aal 2
  • Ausnahme Barsch: max. 5 Barsche >30cm pro Tag.
  • Ausstellung Erlaubnisscheine: z.B. Angelcenter Plauen, Reißiger Str. 52, 08525 Plauen

Drop Shot am Brombachsee zum zweiten

Montag, 07. Juni 2010

Aktuell genieße ich meinen Urlaub und habe morgen spontan einen Ausflug zum Brombachsee angesetzt. Leider dieses Mal allein, aber Mal sehen ob ich den ein oder anderen Barsch an den Haken bekomme. Beim letzten Mal war der Ausflug für mich nicht der Hit, aber Manuel hat mit zwei Hechten und einem Zander (beides mit Drop Shot auf Wurm) einen goldenen Tag gehabt.
Da der Raubfisch erst ab 1.8. frei ist, bleibt auch morgen der Wurm der Köder Nummer 1. Die lange Schonzeit hat übrigens nichts mit den Beständen von Hecht und Zander zu tun, sondern möchte der FV Mittelfranken viel eher der Weißfisch-Plage Herr werden.
Hier nun noch gesammelt die wichtigsten Fakten zum Gastfischen am Brombachsee:
Nur eine Handangel ist auf Raubfisch gestattet.
Schleppfischen ist Erlaubt, es bleibt allerdings bei einer Handangel auf Raubfisch.
Es darf NICHT übernachtet werden. (Angeln in der Zeit zwischen 24:00 Uhr und 05:00 Uhr ist verboten)
Anfüttern ist NICHT erlaubt.
Nicht erlaubt ist außerdem das Fischen mit nicht artgerechtem Futter (Hunde-/Katzenfutter etc.)
Schonmaße & Schonzeiten:
Karpfen: 35cm
Schleie: 30cm
Hecht: 60 cm (Zander nicht explizit auf der Karte aufgeführt)
Seeforelle: 60cm
Schonzeiten für Hecht und Zander vom 1.1. – 31.07. jeden Jahres. Seeforelle 1.10 – 31.07. Blaufelchen 15.10. – 31.12.
Fangbeschränkungen prot Tag: 2 Karpfen, 3 Schleien, 2 Blaufelchen, 1 Hecht, Zander, oder 1 Seeforelle.
Solltet ihr hierzu fragen haben, schreibt einfach einen Kommentar mit eurer Frage!

Hechte, Schleien und ein Barsch

Mittwoch, 26. Mai 2010

Der Ausflug in die Oberpfalz war zwar nicht von Erfolg verwöhnt, aber immerhin hat die Fischerei viel Spaß gemacht.
Nach ca. 2-3 Kilometern Spinnstrecke haben wir nur einen kleinen Barsch an die Oberfläche locken können, landschaftlich ist der Main-Donau-Kanal zwischen Hilpoltstein und Berching aber herrlich.
André, vielen Dank noch Mal für den netten Ausflug.

Gestern waren Manuel und ich dann schließlich unsere Köderfischbestände auffrischen, was uns praktisch nur kleine Brassen gebracht hat (kein Hecht / Zander frisst die Dinger). Als Beifang kamen dann drei Schleien zwischen 33 und 36 cm von mir dazu – alle auf einen Krümel Teig aus einem alten Brötchen! Sowie ein Hecht von Manuel, der seinen Wurm auf einer Posenmontage genommen hat (?)

Auf Zander und Barsch am Kanal

Donnerstag, 20. Mai 2010

Montag steht der nächste große Ausflug an!
Manuel und ich fahren an das oberpfälzer Teilstück vom Main-Donau-Kanal um dort auf Zander und Barsch zu fischen. Glücklicherweise haben wir einen echten Kanalprofi gefunden, der mit uns sowohl mit Kunstködern als auch mit toten Köderfischen auf Zander fischt. André haben wir über das Anglerboard kennengelernt und freuen uns riesig mit ihm fischen zu gehen!

Unsere Tageskarten haben wir bereits geholt, Köder sind vorhanden, der Montag kann also kommen. Der Vorteil, den das Teilstück der Oberpfalz (Schleuse Hilpoltstein – Schleuse Berching) bietet, liegt auf der Hand. Raubfische, also Zander und Hecht, sind dort bereits ab dem 1.5. frei, nicht wie am mittelfränkschen Teil erst ab 1.6. Das Schonmaß liegt für Hecht und Zander gleichermaßen bei 50cm. In Mittelfranken hat der Hecht 60, der Zander ebenfalls 50. Außerdem sind die Haltungen besser besetzt als die fränkischen – und es werden weniger Karten ausgegeben. Auch der Preis für die Jahreskarte liegt mit 70 Euro deutlich über der Verbandskarte bei uns, sprich es können sich weniger Angler die Karte leisten, und auch die Anfahrt ist weiter. Diese Rahmenbedingungen führen dazu, dass das gesamte Teilstück wesentlich interessanter ist, als das unsere.

Ich möchte den Kanal in Mittelfranken nicht gänzlich schlecht machen, aber im südlichen Bereich des Main-Donau-Kanals wurde einfach sehr vieles, wesentlich besser gelöst als im älteren Teil, rings um Nürnberg. Bestes Beispiel dafür sind die Altwasserarme, die den Fischen Brutplätzen und Ruhezonen geben (die bei der starken Strömung, die durch die Schleusen hervorgerufen wird, notwendig sind).

Hier also noch Mal die wichtigsten Fakten für das Angeln am Main-Donau-Kanal in der Oberpfalz:
Tageskartenpreis: 7,50 €
Schonzeiten für Raubfisch: 01.01. – 30.04.
Schonmaße: Hecht & Zander, 50cm. Karpfen 35cm. Schleie 30cm.
Fangbeschränkungen: 1 Raubfisch (Hecht oder Zander) 2 Karpfen, 3 Schleien.
Angeln ist rund um die Uhr erlaubt.
Angeln auf Brücken, Schleusen, Wehranlagen sowie vom Boot und in Seitenarmen ist verboten.
Anfüttern ist im beschränkten Umfang während des Fischens erlaubt.
Schleusenanlagen dürfen nicht betreten werden.

Grausam!

Sonntag, 16. Mai 2010

Manuel und ich waren von Freitag früh 08:00 Uhr bis Samstag 09:00 Uhr durchgehend fischen. Der Freitag hat noch ganz gut angefangen, kein Regen, aber nur 8°. Gegen 09:00 hat Manuels Raubfischpose den Tauchgang gewagt was uns einen kurzen Drill mit doofem Ende beschert hat. Leider ist das Vorfach durchgebissen gewesen, weil wir’s ohne Stahl mit Ryderhaken versucht haben. (nicht selbstgebundenes Hartmono)

Gegen Mittag, ich schätze 12:30, ging dann meine Raubfischpose, was einen 48er Hecht zu Tage gefördert hat. Auch ich habe mit Ryderhaken gefischt, allerdings an doppelt gepflochtenem Vorfach. Der Haken saß Wunderbar im Mundwinkel, so dass der kleine wieder zurück in sein Element konnte. Nach diesem Biss habe ich dann meine Karpfenmontage eingeholt, und einen Wurm an einer ultraleicht-Pose zu Wasser gelassen. Eine 30er Schleie hat diesen Dankbar angenommen, was dann auch unser Abendessen dargestellt hat ;-) . Seit ca. 10:00 Uhr hatten wir durchgehend Regen, der immer stärker wurde. Weil das aber noch nicht genug war, kam auch noch Wind dazu!

Den Nachmittag über hatten wir überhaupt keine Aktivität mehr, deshalb haben wir uns entschieden für die Aal-Fischerei den Weiher zu wechseln. Ab ca. 17:30 waren wir dann, wie beschrieben, am nächsten Weiher und haben die Montagen für die Nacht vorbereitet. Glücklicherweise hatten wir einen Minigrill dabei, der uns die Nacht durch als Wärmequelle gedient hat. Ab 22:00 Uhr wurde es richtig finster, aber die Aale um so aktiver. Auf praktisch vier Posen permanent Geschiebe und Zupfer. Knapp 15 Minuten konnte ich den ersten Aal landen, wobei “Aal” etwas übertrieben ist. Schnürsenkel dürfte es eher treffen. Eine knappe dreiviertel Stunde später ging meine Pose wieder auch Tauchfahrt, ein Zwergwels war hier der Schuldige. Wie die Zwergwelse in unser Vereinsgewässer gekommen sind, weiß aber nur Gott. Jedenfalls war laut meinem Auto die Außentemperatur mittlerweile auf 4° gefallen, so dass Manuel und ich abgebrochen haben und die Schlafsäcke bevorzugten.

Der nächste Morgen begann um kurz nach fünf, allerdings ging bis 09:00 Uhr nur noch ein 55er Schuppenkarpfen auf mein Hundefutter.

Das Resümee fällt also eher negativ aus:
1. Ich werde NIE WIEDER am Weiher übernachten, wenn wir die Eisheiligen haben.
2. Ohne den Grill als Wärmespender, wären wir vermutlich um 22:00 Uhr nach Hause gefahren.
3. Wenn ihr bei absehbar kaltem Wetter am Weiher übernachtet, nehmt euch etwas zum Wasser warm machen mit! Ein Kaffee oder Tee schmeckt niemals so gut, wie wenn man durchgefrorern ist.
4. Ryderhaken reichen aus um Hechte zu landen, und sind sogar besser wenn man mit Fischen rechnen muss, die das Schonmaß noch nicht erreicht haben.
5. Beim nächsten Mal wird’s besser.

PS: Ich hoffe, dass es heute auch 4:0 für Nürnberg (ich aus Nürnberg, Manuel aus Augsburg) ausgeht. ;-)

Ich habe meinen Karpfenrekord gebrochen

Sonntag, 02. Mai 2010

Wie man hier sicherlich lesen kann, habe ich mich nicht auf eine Fischart spezialisiert, sondern fange eigentlich alles was ein Gewässer hergibt. Heute morgen um sieben bin ich zu einem unserer Vereinsweiher gefahren und habe dort einen Ansitz auf Raubfisch und Karpfen gemacht.

Zuerst flog die Montage mit KöFi, danach meine Grundrute mit Hundefutter. Ich hatte mir gerade meinen ersten Kaffee eingeschenkt, als auch schon der erste Biss kam. Knüppelhart, einfach “Vollrun”. Gefangen habe ich einen 47er Spiegelkarpfen, der nach einem kurzen Foto wieder schwimmen durfte. Neues Hundefutter und neue Stelle. 2 Stunden später hatte sich hier noch nichts getan, deshalb habe ich wieder eine neue Stelle angeworfen. Gegen 10:45 war ich halb eingeschlafen / verträumt und mein neuer Rekordkarpfen meldet sich. Einen solchen Biss hatte ich bislang noch nicht! Die Bremse ging volles Brett, ich stand senkrecht vor meinem Stuhl, weil ich so einen Schrecken bekommen habe. Anhieb! Sitzt! Yes!! Der Drill war klasse, ca. 10 Minuten später hatte ich ihn da wo ich wollte, doch leider hatte sich der Kamerad auch noch meine zweite Schnur geschnappt und einen ordentlichen Knoten verursacht. Als ich den Karpfen an Land hatte, war ich erst Mal sprachlos und hätte ich keine Ohren gehabt, hätte ich im Kreis gegrinst! 69 Centimeter, 17 Pfund schwer. Ein geiles Gefühl!  Auch er durfte nach einem Foto wieder schwimmen.

Die nächsten 20 Minuten war ich damit beschäftigt den Knoten den er mit den beiden Schnüren / Vorfächern gemacht hat, zu entwirren! Leider hat’s nichts gebracht, und ich musste ein Vorfach und beide Schnüre kappen. Neue Köder, und weiter gings. Kurz darauf habe ich einen weiteren Karpfen kurz vorm Ufer verloren, aber da war der Ärger nur gering. Knappe 1,5 Stunden später hatte ich wieder einen Vollrun! Der dritte und letzte Karpfen des Tages hat’s direkt noch Mal auf 67 cm und 15 Pfund gebracht. Auch hier hätte ich vor Freude wieder im Kreis springen können! Wie sich’s bei solchen Fischen gehört darf auch er sich weiter seiner Tage freuen!

Auf Raubfisch ging heute leider nichts, aber das kommt noch! Ihr seht also, dass man auch ohne 20 Kilo Futter und 1000 Euro-Ausrüstung schöne große Karpfen fangen kann! Beim Fischen mit Hundefutter ist nur viel Geduld gefragt. Ein kleiner Tipp noch mir! Fischt immer mit Haarmontagen auf Karpfen, denn das Risiko dass sie den Haken schlucken reduziert sich deutlich!


Update: Als Schnur habe ich übrigens eine 0,25er Mono verwendet, bei der die 500-Meter 7,95 Euro kostet…

Die Raubfischsaison beginnt

Freitag, 30. April 2010

Morgen ist es endlich soweit, der 1. Mai ist gekommen.

Ich freue mich tierisch, weil ich dann endlich wieder mit KöFi fischen kann, und bald auch schon die erste Tour zum Main-Donau-Kanal in der Oberpfalz geplant ist. Im Gegensatz zu Mittelfranken darf man nämlich unterhalb der Schleuse Hilpoltstein bereits ab 1. Mai auf Raubfisch los!

Morgen steht bei uns im Verein zwar erst Mal Maifeier auf dem Programm, allerdings habe ich meine Ausrüstung mit Sicherheit im Kofferraum liegen, bereit auszuwerfen sobald die Veranstaltung vorbei ist (Da sind nämlich bei uns im Verein alle Gewässer gesperrt). Ich gehe jetzt einfach Mal frech davon aus, dass es bei den meisten von euch auch ab Morgen wieder losgeht, und drücke euch die Daumen. Meine erste Montage wird meine neue (echt schöne ;-) ) Zanderpose mit KöFi und Ryderhaken sein. (Ryderhaken sind zweischenklige Haken, von denen einer im Köder steckt und der andere hoffentlich bald im Räubermaul)

Der Manuel treibt sich in der Zwischenzeit im Vogtland rum und fehlt direkt Mal bei der Saison-Eröffnung. Unglaublich. ;-)