Endlich ist der Knoten bei Manuel und mir geplatzt.
Nach unzähligen Versuchen mit diversen Weichplastikködern, lag letzte Woche der erste Zander vor Manuels Füßen, ich habe am Montag nachgezogen. Gefangen haben wir die beiden allerdings nicht auf Kunstköder, sondern wie schon so oft auf Natur, sprich den toten Köderfisch.
Die Montage ist dabei relativ einfach. Pose, ein Schrotblei auf die Hauptschnur, Ryderhaken mit ca. 1 Meter Vorfach, Angstdrilling.
Der KöFi wird normal aufgezogen, bekommt unterhalb der Rückenflosse noch den Angstdrilling gesetzt und ein Schrotblei auf das Vorfach, im oberen Drittel. Zum Schluss gibt’s noch ein Stück Kork ins Maul des Köderfisch, und dann ab dafür. Den Stopper für die Pose habe ich auf ca. 3,80 – 4,00 Meter gesetzt, weil das Vorfach noch ordentlich Länge mitbringt. Solange keine Strömung vorherrscht, liegt die Pose eigentlich nur auf der Wasseroberfläche, bei Strömung kann’s schon, bzw. wird es passieren, dass sie untergeht.
Die Bisserkennung ist so eine Sache.
Manuel hat die Sache so geschildert: Beim ersten Biss habe ich das erst gar nicht so gemerkt, weil da unheimlich Strömung war. Die Pose weg, und auf ein Mal sehe ich, dass die Schnur aus dem Clip ist und läuft. Ich hab angeschlagen und erst Mal gar nicht gespürt dass da was hängt. Und dann gingen die Schläge los.
Bei mir ging’s etwas offensichtlicher, da die Pose ruckhaft unter Wasser marschiert ist, allerdings auch kurz nach dem die Strömung wieder weniger wurde. Ich schätze dass sich der Fisch unter Wasser einfach sehr verführerisch bewegt, wenn geschleust wird. Na jedenfalls sah’s aus als würde die Pose Treppen nach unten laufen. Anschlag – kurz nichts, und dann spüre ich das erste Mal Gegenzug. Herrlich.
Schlussendlich misst mein erster Zander aus dem Main-Donau-Kanal tolze 52 cm.
Ein anderer erfreulicher Aspekt an der Sache ist, dass ich direkt am ersten Tag auf meine neue Rute einen Zander landen konnte. Seit Montag bin ich nämlich stolzer Besitzer von diesem Schmuckstück von Daiwa. Ich habe mich für die 2.70 Meter, mit 10-40 Gramm Wurfgewicht entschieden. Der erste Drill war echt klasse! Ich bin total beigestert von der Rute; Preis, Optik, Gefühl – alles top!

