Archiv für die Kategorie ‘Montagentests’

Zander aus dem Kanal

Donnerstag, 02. September 2010

Endlich ist der Knoten bei Manuel und mir geplatzt.
Nach unzähligen Versuchen mit diversen Weichplastikködern, lag letzte Woche der erste Zander vor Manuels Füßen, ich habe am Montag nachgezogen. Gefangen haben wir die beiden allerdings nicht auf Kunstköder, sondern wie schon so oft auf Natur, sprich den toten Köderfisch.

Die Montage ist dabei relativ einfach. Pose, ein Schrotblei auf die Hauptschnur, Ryderhaken mit ca. 1 Meter Vorfach, Angstdrilling.
Der KöFi wird normal aufgezogen, bekommt unterhalb der Rückenflosse noch den Angstdrilling gesetzt und ein Schrotblei auf das Vorfach, im oberen Drittel. Zum Schluss gibt’s noch ein Stück Kork ins Maul des Köderfisch, und dann ab dafür. Den Stopper für die Pose habe ich auf ca. 3,80 – 4,00 Meter gesetzt, weil das Vorfach noch ordentlich Länge mitbringt. Solange keine Strömung vorherrscht, liegt die Pose eigentlich nur auf der Wasseroberfläche, bei Strömung kann’s schon, bzw. wird es passieren, dass sie untergeht.

Die Bisserkennung ist so eine Sache.
Manuel hat die Sache so geschildert: Beim ersten Biss habe ich das erst gar nicht so gemerkt, weil da unheimlich Strömung war. Die Pose weg, und auf ein Mal sehe ich, dass die Schnur aus dem Clip ist und läuft. Ich hab angeschlagen und erst Mal gar nicht gespürt dass da was hängt. Und dann gingen die Schläge los.
Bei mir ging’s etwas offensichtlicher, da die Pose ruckhaft unter Wasser marschiert ist, allerdings auch kurz nach dem die Strömung wieder weniger wurde. Ich schätze dass sich der Fisch unter Wasser einfach sehr verführerisch bewegt, wenn geschleust wird. Na jedenfalls sah’s aus als würde die Pose Treppen nach unten laufen. Anschlag – kurz nichts, und dann spüre ich das erste Mal Gegenzug. Herrlich.
Schlussendlich misst mein erster Zander aus dem Main-Donau-Kanal tolze 52 cm. ;)

Ein anderer erfreulicher Aspekt an der Sache ist, dass ich direkt am ersten Tag auf meine neue Rute einen Zander landen konnte. Seit Montag bin ich nämlich stolzer Besitzer von diesem Schmuckstück von Daiwa. Ich habe mich für die 2.70 Meter, mit 10-40 Gramm Wurfgewicht entschieden. Der erste Drill war echt klasse! Ich bin total beigestert von der Rute; Preis, Optik, Gefühl – alles top!

Grausam!

Sonntag, 16. Mai 2010

Manuel und ich waren von Freitag früh 08:00 Uhr bis Samstag 09:00 Uhr durchgehend fischen. Der Freitag hat noch ganz gut angefangen, kein Regen, aber nur 8°. Gegen 09:00 hat Manuels Raubfischpose den Tauchgang gewagt was uns einen kurzen Drill mit doofem Ende beschert hat. Leider ist das Vorfach durchgebissen gewesen, weil wir’s ohne Stahl mit Ryderhaken versucht haben. (nicht selbstgebundenes Hartmono)

Gegen Mittag, ich schätze 12:30, ging dann meine Raubfischpose, was einen 48er Hecht zu Tage gefördert hat. Auch ich habe mit Ryderhaken gefischt, allerdings an doppelt gepflochtenem Vorfach. Der Haken saß Wunderbar im Mundwinkel, so dass der kleine wieder zurück in sein Element konnte. Nach diesem Biss habe ich dann meine Karpfenmontage eingeholt, und einen Wurm an einer ultraleicht-Pose zu Wasser gelassen. Eine 30er Schleie hat diesen Dankbar angenommen, was dann auch unser Abendessen dargestellt hat ;-) . Seit ca. 10:00 Uhr hatten wir durchgehend Regen, der immer stärker wurde. Weil das aber noch nicht genug war, kam auch noch Wind dazu!

Den Nachmittag über hatten wir überhaupt keine Aktivität mehr, deshalb haben wir uns entschieden für die Aal-Fischerei den Weiher zu wechseln. Ab ca. 17:30 waren wir dann, wie beschrieben, am nächsten Weiher und haben die Montagen für die Nacht vorbereitet. Glücklicherweise hatten wir einen Minigrill dabei, der uns die Nacht durch als Wärmequelle gedient hat. Ab 22:00 Uhr wurde es richtig finster, aber die Aale um so aktiver. Auf praktisch vier Posen permanent Geschiebe und Zupfer. Knapp 15 Minuten konnte ich den ersten Aal landen, wobei “Aal” etwas übertrieben ist. Schnürsenkel dürfte es eher treffen. Eine knappe dreiviertel Stunde später ging meine Pose wieder auch Tauchfahrt, ein Zwergwels war hier der Schuldige. Wie die Zwergwelse in unser Vereinsgewässer gekommen sind, weiß aber nur Gott. Jedenfalls war laut meinem Auto die Außentemperatur mittlerweile auf 4° gefallen, so dass Manuel und ich abgebrochen haben und die Schlafsäcke bevorzugten.

Der nächste Morgen begann um kurz nach fünf, allerdings ging bis 09:00 Uhr nur noch ein 55er Schuppenkarpfen auf mein Hundefutter.

Das Resümee fällt also eher negativ aus:
1. Ich werde NIE WIEDER am Weiher übernachten, wenn wir die Eisheiligen haben.
2. Ohne den Grill als Wärmespender, wären wir vermutlich um 22:00 Uhr nach Hause gefahren.
3. Wenn ihr bei absehbar kaltem Wetter am Weiher übernachtet, nehmt euch etwas zum Wasser warm machen mit! Ein Kaffee oder Tee schmeckt niemals so gut, wie wenn man durchgefrorern ist.
4. Ryderhaken reichen aus um Hechte zu landen, und sind sogar besser wenn man mit Fischen rechnen muss, die das Schonmaß noch nicht erreicht haben.
5. Beim nächsten Mal wird’s besser.

PS: Ich hoffe, dass es heute auch 4:0 für Nürnberg (ich aus Nürnberg, Manuel aus Augsburg) ausgeht. ;-)

Drop Shot-Angeln – Unterschied zwischen monofiler und geflochtener Schnur

Dienstag, 27. April 2010

In diesem Artikel möchte ich euch den Unterschied zwischen einer monofilen und einer geflochtenen Schnur erklären, und warum die eine beim „DS“-Angeln besser ist als die andere.

Als Manu und ich vor zwei Wochen am Brombachsee angeln waren, hat er eine 0,12er geflochtenen Schnur, und ich eine 0,22er monofil. Ich hatte vergangenes Jahr bereits meine Erfahrungen mit der DS-Methode gesammelt, als ich dort viele Barsche mit dieser Methode gefangen habe. Ich weiß also wie sich der Biss anfühlt und ich weiß auch wie es sich anfühlt, wenn das Blei auf dem Grund bzw. den Steinen aufkommt.

Was ich allerdings niemals erwartet hätte, war der enorme Unterschied zwischen den Schnüren und unseren Spinnruten. Auf meiner, schon relativ feinen Angel, kann ich zwar sehr deutlich spüren ob das Blei auf dem Boden aufkommt oder ob ich einen normalen Biss habe, aber  als Manuel neben mir den zweiten Hecht gefangen hat, habe ich ihm vorgeschlagen dass wir unser Material tauschen. Als ich den Unterschied zu spüren bekommen habe, wusste ich warum ich noch keinen Fisch hatte und warum Manuel bereits drei.

Manuel stimmte grinsend zu und hat mir sein Werkzeug überlassen. Nachdem ich das erste Mal das Blei auf den Boden gelassen habe, habe ich direkt angeschlagen, weil ich dachte ich habe den ersten Biss. Eine so feine Montage habe ich bis dato noch nicht gefischt. Man bemerkt wirklich jede kleine Berührung der Schnur, wirklich alles.

Da wir noch einen Ersatz-Spulenkopf mit geflochtener Schnur  dabei hatten, habe ich sofort gewechselt. Gefangen habe ich zwar nichts mehr, aber die Feinfühligkeit der Schnur hat den großen Unterschied an diesem Tag ausgemacht. Die Bisse von Manuels Hechten waren vorsichtiger als die einer Schleie und nur durch den enorm guten Kontakt zum Köder konnte er überhaupt merken dass sich jemand für seinen Wurm interessiert. Bei mir war das nicht möglich, da die „Dehnung“ meiner Schnur das „psst“ am Wurm geschluckt hat.

Ich möchte euch hiermit empfehlen, beim Drop Shot-Angeln unbedingt mit geflochtener Schnur und NICHT mit monofiler zu fischen! Ihr bemerkt zaghafte Bisse wirklich deutlich besser als das mit „mono“ möglich ist. Den Unterschied habe ich schmerzlich am eigenen Leib erfahren, als Manuel zwei Hechte und einen Zander gefangen hat, während ich „schneider“ nach Haus gegangen bin.

Erster Angelausflug 2010 steht an

Freitag, 19. März 2010

So, heute ist für mich die langweilige Jahreszeit vorbei, ich werde heute Nachmittag meinen ersten Angelausflug starten. Manuel kommt nicht mit, der hat Urlaub und könnte es auch nicht ertragen noch Mal als “Zuschauer” dabei zu sein. Sein Prüfungszeugnis kommt erst nach Ostern an, und so lange muss er sich noch gedulden.

Ich werde heute Versuchen mit Texas- / Carolina-Rig mit Wurm auf Barsch zu fischen. Heute morgen habe ich noch mit dem Fischereiverband Mittelfranken telefoniert und mir “grünes Licht” geholt dass es nicht verboten ist, trotz Raubfischschonzeit mit dieser Methode zu fischen. Besonders freue ich mich darauf, meine Abo-Prämie auszuprobieren. Nach der Arbeit muss ich noch Tauwürmer holen, und dann geht’s endlich ab ans Wasser. Bei uns im Verein fällt das Anfischen am Sonntag aller Voraussicht nach aus, weil die Weiher noch nicht eisfrei sind. Schade.

Heute Abend erzähle ich euch dann wie’s war.